Observation: Türkisches Flugzeug soll russischen Luftraum auspähen

Türkische Aufklärungsflugzeuge werden vier Tage lang den russischen Luftraum erkunden. An der Textbeobachtungsmission sind türkische, amerikanische und russische Inspektoren beteiligt. Das Manöver soll im Rahmen des „Open Skies-Vertrags“ stattfinden. Der Vertrag wurde bisher von 34 Staaten unterschrieben.

Türkische Aufklärungsflugzeuge sollen vom 22. Juli bis zum 26. Juli in den russischen Luftraum eindringen, um kooperative Beobachtungsflüge durchzuführen. An dem Manöver werden neben türkischen und amerikanischen auch russische Inspektoren teilnehmen.

Die Beobachtungsflüge finden ihre rechtliche Grundlage in den dem „Open Skies-Vertrag“, welcher von insgesamt 34 Ländern weltweit unterschrieben wurde. Der Vertrag öffnet den gesamten Luftraum seiner Mitgliedsstaaten von „Vancouver bis Wladiwostok“ und dient der Informationsgewinnung für ein konkretes Krisenmanagement, heißt es in einem Bericht der Uni Hamburg.

Russland unterschrieb den Vertrag im Jahr 2001. Auch Zypern hat einen Beitrittsantrag gestellt. Doch der wird von der Türkei blockiert.

Bei Testbeobachtungsmissionen dürfen die Mitgliedsstaaten nicht alle technischen Mittel zum Einsatz bringen. So darf ein Beobachtungsluftfahrzeug nur mit Sensoren der folgenden Kategorien ausgestattet sein: optische Panoramakameras und Einzelbildkameras, Videokameras mit Echtzeitanzeige, Infrarot-Zeilenabtastgeräte und seitwärts gerichtetes Radar mit synthetischer Apertur.

Deren Leistungsfähigkeit ist ebenfalls strikten Vorgaben unterworfen. Das geht aus dem Originaldokument des „Open Skies-Vertrags“ hervor.

Im vergangenen Jahr überflog eine russische Inspektionsgruppe Schweden und Finnland. Die Überwachungsflüge fanden vom 11. Juni bis zum 16. Juni statt, berichtete Radio Stimme Russlands.

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