Allgäu: Rechtsradi​kaler Thüringer erschlägt Aussiedler

Ein rechtsradikaler Bauarbeiter aus Thüringen hat im Allgäu einen Spätaussiedler erschlagen. Am Rande eines Volksfests soll es zum Streit gekommen sein. Zuvor soll der Tatverdächtige Falk H. das Opfer rassistisch beschimpft haben.

Auf dem Tänzelfest in Kaufbeuren im Allgäu hat ein polizeilich bekannter Rechtsradikaler aus Thüringen einen Mann aus Kasachstan tot geschlagen.

In der Nacht zum Donnerstag sollen sieben Bauarbeiter aus Thüringen – unter ihnen auch der 36-jährige rechte Täter Falk H. -drei Spätaussiedler rassistisch beschimpft haben. Bei der darauffolgenden Schlägerei soll Falk H. einen der Aussiedler mit Schlägen auf den Kopf getötet haben.

„Im Rahmen der gerichtsmedizinischen Untersuchung wurde eine schwerwiegende Gehirnverletzung als Todesursache festgestellt (…) Der 36-jährige Tatverdächtige, der polizeilich unter anderem wegen rechtsmotivierten Taten ist (…) befindet sich wegen des dringenden Verdachts des vollendeten Totschlages derzeit in Untersuchungshaft.“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei Bayern.

Der Spätaussiedler lebte seit seinem 14 Lebensjahr in Kaufbeuren. Er hinterlässt Frau und zwei Kinder, berichtet der Bayerische Rundfunk. Die Stadt hat eine Spendenaktion für die Familie des Opfers gestartet.

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