Wo war das Sicherheitspersonal? Türkischer Flüchtling schafft es bis ins Flugzeug nach New York

Eigentlich hätte das auf gar keinen Fall passieren dürfen. Ein türkischer Flüchtling hat es dennoch geschafft, sich an Bord einer Maschine auf dem Weg nach New York zu schmuggeln. Aufgefallen ist das Ganze erst, als eine Stewardess bemerkte, dass er gar keinen Sitzplatz hatte.

Dieser Vorfall wird nicht nur zahlreiche Fragen aufwerfen, sondern sicherlich auch Konsequenzen nach sich ziehen. Einem türkischen Mann, der vor kurzem aus Israel abgeschoben worden war, ist es Anfang dieses Monats offenbar tatsächlich gelungen, sich an Bord einer Maschine von Istanbul nach New York zu schmuggeln ohne ein gültiges Ticket zu besitzen. Zweifel machen sich breit. Hat der Istanbuler Atatürk Flughafens etwa Sicherheitslücken?

Das Geschehen, so schreibt derzeit die türkische Zeitung Zaman, werde in den hiesigen Medien als regelrechter „Skandal“ gewertet. Immerhin sei es bereits der zweite Fall dieser Art binnen kurzer Zeit gewesen.

Passagier ohne Sitzplatz fiel auf

Der in den Blättern nur als A.S.K. bezeichnete Türke sei in den internationalen Transitbereich des Flughafens gelangt, ohne dass er dabei von der Grenzpolizei oder den Überwachungskameras bemerkt worden wäre, heißt es am vergangenen Dienstag von Seiten des Atatürk Flughafens.

Ohne im Besitz eines gültigen Flugtickets zu sein, sei der Mann dann in Richtung Gate 226 gelaufen, wo eine Maschine von Delta Airlines auf dem Weg nach New York bereit stand. Und hier geschah der nächste Fehler: Gleich zwei Sicherheitsleute, einer vom privaten Gözen Sicherheitsdienst und ein anderer von Havaş Ground Services, versäumten es, den Mann auf eine gültige Bordkarte hin zu kontrollieren, als dieser sich schnurschtracks in das Flugzeug begab. Andere versuchen im Koffer ihr Glück (mehr hier).

Erst als das Flugzeug Richtung Rollbahn unterwegs war und dem Kabinenpersonal auffiel, dass der Mann keinen Sitzplatz hatte, flog der Schwindel auf. Umgehend wurden darauf hin die Sicherheitskräfte verständigt. Die Maschine kehrte um und der blinde Passagier wurde festgenommen. Mit drei Stunden Verzögerung hob die Maschine am Ende gen USA ab. Istanbul gilt derzeit als die Hauptstadt für Menschenschmuggler gen EU (mehr hier).

Atatürk Airport leitet Untersuchung ein

Derzeit, so schreibt die Zaman weiter, sei unklar, wie der Mann sich eine Bordkarte beschafft hat oder ob diese überhaupt dem Flug entsprach. Die Flughafenvertreter jedenfalls hätten den Vorfall, der sich vor 20 Tagen zutrug, als „Sicherheitslücke“ bezeichnet. Eine Untersuchung des Falls wurde angekündigt.

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