Muslimvertreter soll Mitglied im WDR-Rundfunkrat werden

Wird der WDR-Rundfunkrat auch bald einen muslimischen Vertreter in seine Reihen aufnehmen? Das jedenfalls wünscht sich die Türkische Gemeinde in Berlin. Zudem fordert sie eine religiöse Gleichstellung bei allen Landesrundfunkanstalten.

Offenbar steht der WDR kurz davor einen muslimischen Vertreter in den Rundfunkrat zu berufen. Aktuell sitzen im Rundfunkrat neben mehreren Abgeordneten des Landtags von Nordrhein-Westfalen und mehreren Verbänden, auch die Evangelischen Kirchen NRW und die Landesverbände der jüdischen Gemeinden von NRW. Eine muslimische Vertretung ist bisher nicht gegeben. Noch nicht.

Die Information bezüglich der Einbindung eines Muslimvertreters stamme aus „gut unterrichteten“ Kreisen der Landesregierung, schreibt Till-R. Stoldt in der Welt am Sonntag.

Großteil der Muslime lebt in NRW

Die Türkische Gemeinde in Berlin (TGB) schreibt in einer Mitteilung, dass die Einbindung eines Muslimvertreters im WDR-Rundfunkrat ein wichtiger Schritt in Richtung religiöse Gleichstellung bedeuten würde. Doch jener Schritt sei „längst überfällig“.

„Der muslimische Repräsentant kann Einfluss auf die Sendungsgestaltung insbesondere hinsichtlich der muslimisch religiösen Berichte nehmen. Dies würde zu klaren und nicht missverstehenden Sendungen führen. Das Risiko einer Falschberichterstattung in Bezug auf Muslime ist erheblich, da hinsichtlich der unterschiedlichen Herangehensweise und Vorstellungen unterschiedliche Meinungen gebildet werden. Eine Überprüfung der Berichte auf ihre Richtigkeit kann nur durch einen Muslim gewährleistet werden.“

Deshalb fordert die TGB auch einen Platz für Muslime im rbb-Rundfunkrat. Auch die Muslime in Deutschland zahlen GEZ-Gebühren.

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