Steuerfahndung in der Türkei: Razzia bei Ölunternehmen Tüpraş

In den frühen Morgenstunden des Donnerstag haben Beamte des türkischen Finanzministeriums eine Untersuchung beim Ölunternehmen Tüpraş eingeleitet. Die Anteile von Tüpraş befinden sich mehrheitlich in den Händen der Koç Holding.

Am Donnerstagmorgen haben Inspektoren der türkischen Steuerbehörde, Untersuchungen beim größten Ölraffinerieunternehmen Tüpraş eingeleitet. Nach Angaben der Tüpraş-Führung soll es sich dabei um Routine-Untersuchungen handeln.

Doch Ausgangspunkt der Razzia ist eine Beschwerde, wonach Tüpraş in die illegale Produktion von Energieträgern beteiligt sein soll, berichtet die Milliyet.

Mehrheitsanteils-Eigner bei Tüpraş ist mit 75 Prozent die Koç Holding A.Ş. Weitere 20 Prozent der Aktienanteile befinden sich in den Händen von Aygaz, 3,0 Prozent in den Händen von OPET und weitere 2,0 Prozent gehören Shell.

Schon wird darüber spekuliert, ob die Razzia eine Art Racheakt für die Massenproteste in der Türkei ist. Denn Mitglieder der Koç-Familie hatten die Proteste lautstark unterstützt.

Kein Zusammenhang zwischen Protesten und Untersuchungen

Finanzminister Mehmet Şimşek lehnt derartige Spekulationen ab.

„Das Finanzministerium führt jährlich 50.000 Betriebsprüfungen durch. Es besteht kein Zusammenhang zwischen den Gezi-Park Protesten und den aktuellen Untersuchungen.“

Die Koç-Familie gehört in der Türkei zu den Top-Steuerzahlern (mehr hier).

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