Gemeinsam für den Naturschutz: WWF und russisches Soziales Netzwerk starten Kampagne

Der World Wildlife Fund (WWF) und das russische Soziale Netzwerk Odnoklassniki gehen künftig Hand in Hand. Über die so genannten „404 page not found“-Links sollen den Usern seltene oder gefährdete Arten gezeigt werden, die sich auf der Roten Liste gefährdeter Arten befinden.

Innerhalb Sozialer Netzwerke steht meist der Spaß und der Austausch im Vordergrund. Das ist in Russland nicht anders als hierzulande. Der World Wildlife Fund (WWF) will das immense User-Potential solcher Seiten nun allerdings nutzen, um auf drängendere Themen abseits von Party, Schule oder Klatsch unter Freunden aufmerksam zu machen.

Hierzu sollen die gut 148 Millionen User von Odnoklassniki künftig mit einer Extraportion Bilder versorgt werden.  Über die so genannten  „404 page not found“-Links werden sie Teil einer WWF-Kampagne, die das Bewusstsein für vom Aussterben bedrohte Arten schärfen will. Die WWF-’Rare Page’ Kampagne zeigt bedrohte Tiere, die sich bereits auf der Roten Liste gefährdeter Arten befinden, darunter etwa der Schneeleopard, der Eisbär oder auch der Grauwal.  Auf der Homepage, so berichtet der Guardian, werde sich dann ein Link befinden, um die Internet-User auf die Spenden-Homepage zu führen. Dort können sie dann ihren Beitrag zur Kampagne leisten.

WWF erreicht über Odnoklassniki 148 Millionen User

Olga Bandalova von WWF Russland ist überzeugt:  „Ohne die Unterstützung der Öffentlichkeit, wären die großen Anstrengungen um die hiesigen Wildtiere zu retten, nicht möglich.“ Gerade deshalb sei man sehr dankbar für die Möglichkeit, mit Odnoklassniki zusammenzuarbeiten.

Odnoklassniki ist derzeit das zweitgrößte russische Soziale Netzwerk. Gut 148 Millionen User sind registriert. Es gibt 34.000 Besucher täglich. In Sachen Internet-Traffic rangiert die Seite derzeit auf Platz 67 weltweit. Die Fehlermeldung 404 erscheint jedes Mal in einem Browser, wenn der User versucht eine Seite aufzurufen, die vom Server nicht gefunden werden konnte. Entweder, weil der Link nicht funktioniert oder dieser nicht länger genutzt wird. Derzeit gehört sie zu einer der bekanntesten Fehlermeldungen überhaupt. Hierüber nun auf die Rote Liste bedrohter Arten aufmerksam zu machen, könnte sich also als äußerst effektiv erweisen. Nach Angaben des WWF sind allein in Russland mehr als 100 Arten vom Aussterben bedroht. Global sind mehr als 17.000 in Gefahr.

Einfluss der interaktiven Medien nutzen

Mit umgesetzt wurde die Kampagne von der russischen Agentur Hungry Boys. Dass der WWF hier den richtigen Weg eingeschlagen hat, davon ist auch Vlad Sitnikov, Creative Director von Hungry Boys, überzeugt.  „Wir leben in einer Welt, in der interaktive Medien Umgebungen und den Willen von Personen beeinflussen können. Wenn eine Idee klar und transparent ist, dann hat sie auch entsprechende Macht. Das ‘Rare Page ‘Projekt ist eine solche Idee. Es ist eine echte und zum Nachdenken anregende Werbung, die äußerst einflussreich sein kann. Es ist Zeit, das Richtige zu tun.“

Mehr zum Thema:

Türkei: Umweltschützer stoppen Bauvorhaben mit Yoga-Übungen
Die Meeresschildkröten von Dalyan
Gärtnern gegen den Weltuntergang

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.