Muslime im US-Kongress: Auch sie stehen unter Generalver​dacht

Muslime in den USA haben kein leichtes Leben. Sie sind ständigen Attacken ausgesetzt. Zu ihnen gehört der muslimische US-Kongressabgeordnete Keith Ellison. Er ist die beliebteste Zielscheibe rechtskonservativer Kreise.

Keith Ellison ist seit 2006 Abgeordneter im US-Kongress und gehört der Demokratischen Partei an. Doch er ist Muslim und wurde in der Vergangenheit mehrmals aufgrund seiner Religion verbal attackiert. Insbesondere für eine Reihe von Republikanern und Mitgliedern der Tea Party-Bewegung stellt Ellison ein Feindbild dar.

Auch er steht unter Generalverdacht (mehr hier). Denn die Muslime sind in den USA die unbeliebteste Minderheit (mehr hier).

Judson Phillips, Gründer der „Tea Party Nation“, hat es ganz besonders auf Ellison abgesehen. Vor zwei Jahren forderte er seinen Rücktritt. Er machte keinen Hehl daraus, dass es Ellisons Glaube sei, der ihn störe, berichtet USA Today.

Der konservative US-Sender Fox News versucht den Kongressabgeordneten Ellison durchgehend als radikalen Muslim darzustellen und ihn in die Nähe von radikalen Predigern zu rücken.

Auch einige Mitglieder des US-Kongresses sehen Ellison kritisch. Der republikanische Kongressabgeordnete Mike Pompeo warf ihm vor, dass die Muslime in den USA islamistische Terroranschläge nicht verurteilen würden. Ellison soll ihm daraufhin eine Liste mit Personen und Organisationen überreicht haben, die seinen Vorwurf entkräftet haben soll. Pompeo soll sich entschuldigt haben, berichtet ABC News.

Doch Pompeo weist dies entschieden zurück. Er sagte der Zeitung The Wichita Eagle:

„Die Behauptung des Abgeordneten Keith Ellison ist falsch. Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass islamische Theologen weltweit die Aufgabe haben, Terroranschläge im Namen ihres Glaubens zu verurteilen. Es ist richtig, dass er sich bei mir beschwert hat. Aber es ist beschämend mich als Unterlegenen darzustellen.“

Die Verurteilung von Gewalt- und Terroraktionen sind die Pflicht eines jeden Bürgers. Umso verwirrender sind in diesem Zusammenhang die Methoden der New Yorker Polizei. Ein bezahlter Informant der New Yorker Polizei soll damit beauftragt worden sein, Muslime zu „ködern“, damit diese dann aufrührerische Dinge von sich gäben. Er sollte sie aufhetzen, um der Polizei einen Zugriff zu gewährleisten (mehr hier).

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