„SOKO Bosporus“: NSU-Mordse​rie soll verfilmt werden

Ismet Pan, deutsch-türkischer Regisseur und Schauspieler, möchte die NSU-Mordserie verfilmen. Im Vorfeld hat er sich mit Polizeibeamten, Angehörigen der NSU-Opfer und Bürgern unterhalten. Er soll von zahlreichen Menschen positive Reaktionen auf sein Vorhaben erhalten haben.

Der NSU-Skandal steht offenbar kurz vor der Verfilmung. Das jedenfalls plant der deutsch-türkische Regisseur Ismet Pan. Der vorübergehende Titel des Filmprojekts ist „SOKO Bosporus“.

Pan soll sich im Vorfeld persönlich bei der deutschen Polizei und den Angehörigen der NSU-Opfer informiert haben, um einen genauen Einblick in den Skandal zu erhalten. Für ihn selbst ist es immer noch unverständlich, wie ein Beamter des Verfassungsschutzes, der im Zusammenhang mit den NSU-Morden steht immer noch frei herumlaufen könne, sagte Pan der Today`s Zaman. Er machte mit diesen Worten eine Anspielung auf den Verfassungsschutz-Mitarbeiter Andreas Temme.

Auch mit Deutschen habe er sich über den Skandal unterhalten. Sein Projekt sei von vielen Bürgern positiv aufgenommen worden. Sie seien ebenfalls enttäuscht über das grob fahrlässige Vorgehen der Sicherheitsbehörden im Zuge der NSU-Morde.

Der Start zu den Dreharbeiten ist noch unklar. Das Projekt befindet sich in der Vorbereitungsphase.

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