Ägypten: US-Regierung ermahnt Militär zur Zurückhaltung

Während in Ägypten die Zusammenstöße zwischen Mursi-Anhängern und Sicherheitskräften weiter laufen, meldet sich nun die US-Regierung zu Wort. Das US-Außenministerium fordert die Einhaltung des Demonstrationsrechts. Der amerikanische Verteidigungsminister Chuck Hagel sagte im Gespräch mit al-Sissi, dass sich das Militär zurückhalten soll.

Die Gewaltspirale in Ägypten dreht sich immer weiter. Doch auch der internationale Protest gegen die Ereignisse wird lauter. Die amerikanische Regierung ist unzufrieden mit dem gewaltsamen Vorgehen des ägyptischen Militärs gegen die Mursi-Anhänger.

Aussöhnung wird schwieriger

US-Außenminister John Kerry sagt in einer Mitteilung, dass sich Ägypten in einem „entscheidenden Moment“ befinde. Die politischen Führer Ägyptens haben die Aufgabe, das Land vor dem „Abgrund“ zu bewahren. Die Meinungsfreiheit und das Demonstrationsrecht seien zu akzeptieren. Die anhaltende Gewalt mache eine Aussöhnung immer schwieriger. Zudem führen die Ereignisse zu einer weiteren Destabilisierung der Region, so Kerry.

Telefongespräch mit General al-Sissi

Der amerikanische Verteidigungsminister Chuck Hagel schließt sich John Kerry an. Er soll in einem Telefongespräch mit General al-Sissi seine „tiefe Besorgnis“ zum Ausdruck gebracht haben. In einer derart „schwierigen Periode“ sei „Zurückhaltung“ geboten. Politisch motivierte Festnahmen und weiteres Blutvergießen müssten gestoppt werden, heißt es in einer Mitteilung des US-Außenministeriums.

Seit Samstag sollen in Ägypten bei heftigen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Islamisten mehr als 100 Menschen gestorben und 4.500 verletzt worden sein (mehr hier).

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