Fachkräfte in der EU: Nachfrage nach „Blauer Karte“ ist gering

Die „Blaue Karte“ zur Anwerbung von Fachkräften für den EU-Raum ist seit einem Jahr in Kraft. Doch der erhoffte Andrang auf die „Blaue Karte“ ist ausgeblieben.

Ernüchternde Bilanz nach einem Jahr: Das Interesse an der „Blauen Karte“ ist verhältnismäßig gering ausgefallen. Nach Informationen des Mediendienstes Integration wurden bis 1. Juli 2013 rund 8.900 Blaue Karten erteilt.

Etwa 29 Prozent seien wegen der „Blauen Karte“ eingereist. „Bei den restlichen Inhabern liegt ein Statuswechsel aus einem anderen Aufenthaltsstatus heraus vor“, zitiert die Welt das BAMF.

Die „Blaue Karte“ im EU-Raum ist im August 2012 eingeführt worden. Sie richtet sich an Angehörige eines Drittstaates, die unmittelbar aus einem Nicht-EU-Staat einreisen und zum Zweck einer hochqualifizierten Tätigkeit in die EU kommen.

Auch für Drittstaatsangehörige, die sich bereits mit einem anderen Aufenthaltstitel in der EU-Raum aufhalten, besteht die Möglichkeit, eine „Blaue Karte“ zu beantragen, berichtet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Die Bundesregierung gab schon Ende 2011 grünes Licht für die neue Regelung (mehr hier).

Während Deutschland nach Fachkräften sucht, werden Deutsch-Türken auf dem deutschen Arbeitsmarkt weiterhin diskriminiert. Viele von ihnen wandern deshalb in die Türkei aus (mehr hier). Unter ihnen sind auch Akademiker und gelernte Fachkräfte. Die Türkei freut sich auf die Rückkehrer, da das Land selbst unter einem Fachkräftemangel leidet (mehr hier).

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