Berlin: Mann greift muslimisch​e Frau mit Kopftuch an

In Berlin wurde in der vergangenen Woche eine Kopftuch tragende Frau von einem Mann mit einer Bierflasche attackiert. Passanten gingen dazwischen und übergaben den Mann der Polizei. Nun wird nicht nur gegen den Täter ermittelt, sondern auch gegen die Personen, die die Frau in Schutz nahmen.

Vergangene Woche ist es in Berlin auf offener Straße zu einem Angriff gegen eine Kopftuch tragende Frau gekommen. Eine 32-jährige Muslimin soll mit ihrem Auto angehalten haben, um ihre Schwester aussteigen zu lassen.

Ohne „erkennbaren Grund“ soll sie ein Mann aufgrund ihres Kopftuchs zunächst beleidigt und dann bedroht haben. Doch der Täter wurde dann gewalttätig. Er warf mit einer vollen Bierflasche nach der Frau, berichtet die Berliner Morgenpost.

Passanten, die den Vorfall beobachteten, sind dazwischen gegangen. Daraufhin soll der Täter einen der Passanten niedergestreckt haben. Anschließend flüchtete er. Doch zwei weitere Passanten verfolgten ihn. Sie hielten ihn fest und übergaben ihn wenig später der Polizei.

Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung eingeleitet. Er wurde nach Identitätsfeststellung entlassen, berichtet die Polizei Berlin in einer Mitteilung.

Doch auch gegen die Passanten, die der Frau zur Hilfe eilten, wird wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt. Über die Gründe liegen keine Angaben vor.

Der Angriff gegen die Muslimin überrascht nicht. Denn Muslime gelten aktuell als das neue Feindbild in Europa (mehr hier). So nehmen beispielsweise auch Angriffe gegen Muslime in Frankreich (mehr hier) oder in Großbritannien zu (mehr hier).

Mehr zum Thema:

Schweiz: SVP will Kopftuchverbot per Referendum durchsetzen
„Gemüseverkäufer“ bei der Polizei: Rechte Partei hetzt gegen Deutsch-Türken
Diskriminierung: Thüringer Tierschützer attackiert Kopftuchträgerinnen

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.