Putin redet Klartext: Die Ukraine ist kein Teil Europas

Russlands Präsident Wladimir Putin möchte die Ukraine in die Zollunion zwischen Russland, Weißrussland und Kasachstan holen. Von Kiews Westorientierung hält er nicht viel. Doch statt öffentlich Druck auszuüben, versucht er es mit Überzeugungsarbeit und klaren Worten.

Die Ukraine steht vor einer schwierigen politischen Entscheidung. Zum einen kann das Land die Westintegration mit der EU vorantreiben, um ein politischer und wirtschaftlicher Teil Europas zu werden. Zum anderen hat sie die Option ihre Beziehungen zu Russland zu stärken.

Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin ist das eine klare Angelegenheit. Kiew soll sich gen Osten, also nach Moskau orientieren. Am liebsten wäre Putin, wenn die Ukraine der Zollunion zwischen Russland, Kasachstan und Weißrussland beitritt. Das hat er vergangene Woche bei einem Staatsbesuch in Kiew deutlich zum Ausdruck gebracht, berichtet der Christian Science Monitor.

„Der Konkurrenzkampf auf den Weltmärkten ist sehr heftig. Ich bin mir sicher, dass die meisten von ihnen erkennen, wie wichtig die Bündelung unserer Kräfte ist. Es liegen zahlreiche Gründe vor, warum wir diesen Schritt gehen müssen.“

Putin sagte weiterhin, dass die Ukraine zu Zeiten der Sowjet-Ära industrialisiert wurde. Es bestünden nach wie vor eine Reihe von infrastrukturellen Verzahnungen. Doch das Handelsvolumen sei im ersten Quartal des aktuellen Jahres um 18 Prozent gefallen.

Zollunion belebt den Handel

Das Handelsvolumen zwischen Russland und den beiden Mitgliedern der Zollunion sei hingegen um zwei bis drei Prozent angestiegen. „Vergangenes Jahr konnten wir sogar ein Anwachsen in Höhe von 11 Prozent verzeichnen“, so Putin.

Im Gegensatz zur Weltwirtschaft sei innerhalb der Zollunion ein stetiges Wachstum zu beobachten. Kiew könne davon profitieren. Doch die letztendliche Entscheidung bleibe der ukrainischen Regierung überlassen. Moskau werde sich nicht in den Entscheidungsprozess einmischen, so Putin.

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