Betrug und Geldwäsche​: LKA Hessen warnt vor Betrügern im Internet

Internetkriminalität ist ein immer größer werdendes Problem. Oftmals sind ahnungslose Bürger die Opfer von kriminellen Banden. Die Palette reicht von gefälschten Rechnungen bis zur Anwerbung von arglosen „Finanzagenten“ innerhalb der Bevölkerung. Das Hessische Landeskriminalamt rät: Niemals auf derartige Versuche reagieren.

Das Hessische Landeskriminalamt warnt vor Abzockern und Betrügern im Internet. Beispielsweise erhalten Internetnutzer E-mails mit einer Zahlungsaufforderung. Die Täter arbeiten an dieser Stelle mit Schockmoment.

„Sie erhalten eine E-Mail, in der Ihnen mitgeteilt wird, dass Sie beispielsweise eine Rechnung über 589,- Euro nicht bezahlt haben“, so Gaby Goebel-Andreas vom Hessischen Landeskriminalamt in einem Aufklärungs-Interview des LKA. In solch einem Fall dürfe der Betroffene gar nicht reagieren, sondern sollte die E-Mail sofort löschen.

Es sollten auch keinerlei Anhänge geöffnet werden, da sie meistens mit Viren infiziert sind. Wenn der Betroffene auf die Idee kommt, den Übeltätern zu antworten, dann werde er in der Folge nur noch mehr solcher E-mails erhalten. Denn auf der anderen Seite befände sich ein automatisches System und in der Regel keine Einzelperson.

„Diese E-Mails werden ja sehr häufig über kriminelle Bot-Netze versendet. Das bedeutet, die Täter nutzen ein Netzwerk infizierter Computer (…) Man muss allerdings auch wissen, dass viele dieser Netzwerke im Ausland stehen und diese lästigen E-Mails aus dem Ausland versendet werden. Da sind Ermittlungen schon mitunter schwierig und langwierig.“

Eine weitere kriminelle Option ist, dass Bürgern per Internet eine sehr gute Verdienstmöglichkeit per Nebenjob angeboten werde. Dort versuchen Kriminelle Menschen als Finanzagenten anzuwerben.

„In der Folge würde man Ihnen hohe Geldsummen auf Ihr Konto überweisen, Sie müssten dann dieses Geld abheben und via Bargeldtransfer ins Ausland überweisen. Damit würden Sie sich allerdings der leichtfertigen Geldwäsche strafbar machen, denn dahinter stecken Kriminelle, die mit dieser Masche Geld waschen wollen.“

In der Regel erhalten die Betroffenen keine Provision und müssen leer ausgehen.

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