Flüchtlingsdrama vor türkischer Küste: 24 Menschen sterben

Vor der türkischen Küste sind an diesem Mittwoch mindestens 24 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Ihr Boot kenterte in der Ägäis rund zehn Seemeilen vor dem rettenden Ufer. 12 Menschen konnten gerettet werden.

Die türkische Küstenwache musste an diesem Mittwochmorgen auf den Notruf eines Flüchtlingsbootes im Ägäischen Meer reagieren. Auf dem in Seenot geratenen Boot befanden sich Bürger aus dem Iran, Pakistan, Syrien und Afghanistan. Für mindestens 24 von ihnen kam jede Hilfe zu spät.

42 Flüchtlinge werden gerettet

Wie abc News berichtet, würde die Suche nach weiteren Personen weiter andauern. Bisher konnten 12 Flüchtlinge geborgen werden. Im Einsatz, so schreibt die türkische Zaman, sollen sich auch ein Flugzeug und Rettungshubschrauber befinden. Zugetragen hat sich das Drama vor dem türkischen Küstenort Ezine in der Provinz Çanakkale. Ersten Berichten zufolge, soll das Schiff in Richtung der griechischen Insel Lesbos unterwegs gewesen sein. Wie es zu dem Unglück kam, ist bisher noch unklar. Ein weiteres Boot mit 42 Flüchtlingen aus Syrien, Burma und Afghanistan und zwei vermeintlichen Menschenschmugglern an Bord soll zudem vor der Südwesttürkei in Seenot geraten sein, konnte aber von der Küstenwache gerettet werden.

Immer wieder Dramen vor türkischer Küste

Erst in der vergangenen Woche kam es zu einem ähnlichen Unglück. Hier sank, ebenfalls in der Ägäis, ein Boot mit 15 Flüchtlingen an Bord vor der Küste der Provinz Muğla. Seit vergangenen Donnerstag konnten die Rettungskräfte sieben Tote bergen. Nach Angaben der Küstenwache seien unter den Toten eine Frau, zwei Männer und zwei Kinder unbekannten Alters gewesen. Auf Grund ihrer mitgeführten Ausweise konnten die Toten als Syrer identifiziert werden. Im Februar konnten 44 Menschen vor dem Ertrinken gerettet werden (mehr hier). Im September zuvor kam für 60 Flüchtlinge jede Hilfe zu spät (mehr hier).

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