Drogenrazzia in Berlin: Bürger werfen Polizei Rassismus vor

Die Berliner Polizei hat im Görlitzer Park von Berlin eine Drogenrazzia durchgeführt. Der Park ist schon seit Jahren bekannt als „Drogenpark“. Eine Anti-Rassismus-Initiative protestiert. Sie vermutet ein rassistisch motiviertes Vorgehen der Polizei. Doch auch Migranten beschweren sich über die Zustände im Park.

Am Donnerstagabend fand in Berlin eine großangelegte Razzia im Görlitzer Park statt. Der Park im Stadtteil Berlin-Kreuzberg gilt als Drogenverkaufsplatz. Insgesamt 75 Beamte sollen am Großeinsatz beteiligt gewesen sein. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Während der Razzia versammelten sich etwa 100 Aktivisten der „Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt“ vor dem Park und protestierten gegen die Polizei. Sie werfen den Beamten Rassismus vor. Denn es seien vornehmlich Schwarze und andere dunkelhäutige Menschen untersucht worden, berichtet rbb-online.de.

Migranten und Deutsche wollen einen sauberen Park

Doch Anwohner beschweren sich schon seit geraumer Zeit über die Zustände im und um den Görlitzer Park. „Der Park ist eigentlich nur noch ein Drogenumschlagplatz, kein Erholungsgebiet mehr“, zitiert der Tagesspiegel Fred Jacob vom Berliner Restaurant Edelweiss.

Jacob engagiert sich bei der Bürgerinitiative „Unser Görli“. Die Initiative möchte auf das Drogenproblem im Görlitzer Park aufmerksam machen. Sie umfasst sowohl deutsche Anwohner als auch Anwohner mit Migrationshintergrund. Denn alle haben dasselbe Anliegen. Auf der Homepage der Initiative ist das Motto „Unser Görli“ auch auf englisch und türkisch zu lesen. Doch mit Polizeimaßnahmen sei das Problem nicht zu lösen.  Verbindliche Regeln für die Nutzung des Parks könnten Abhilfe schaffen.

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