Das Ende des Ramadan: Muslime und Christen feiern gemeinsam

Die Ditib-Gemeinde in Thannhausen bei Augsburg hat mit Nicht-Muslimen das Ende des Ramadan eingeleitet. Es wurde gemeinsam gegessen und gefeiert. Auch in Berlin dauern Ramadan-Festlichkeiten an, an denen die Menschen teilnehmen. Doch nicht überall geht es so beschaulich zu. In Myanmar stehen die Muslime kurz vor der Ausrottung.

Am 7. August wird die Fastenzeit enden. Zum Ende des Ramadan hat die Ditib-Gemeinde in Thannhausen Nichtmuslime zum Iftar-Essen eingeladen. Doch auch im Zuge des gesamten Ramadans empfing die Ditib-Gemeinde immer wieder Gäste.

Der Imam der Gemeinde, Fatih Özdemir, sagte im Rahmen einer Ansprache, dass die Muslime im Monat Ramadan intensiver an Gott und die Hilfebedürftigen in der Gesellschaft denken. Der heilige Monat biete Muslimen die Möglichkeit, ihre freundschaftlichen Beziehungen zu den Christen zu intensivieren.

Anwesend war auch der Janitscharen-Trommler Nazim Göze, der die Gäste mit Klängen aus der osmanischen Ära erfreute. Er verabschiedete sich mit den Worten „Servus, pfüa Gott und auf Wiederseah“, berichtet die Augsburger Allgemeine.

Die Nächte des Ramadan

Auch in der Hauptstadt Berlin läuft aktuell ein Fest unter dem Motto „Die Nächte des Ramadan – Fest der Vielfalt“. „In diesem Jahr präsentieren (…) ausgewählte Berliner Musiker ihre unterschiedlichen kulturellen Prägungen – von Traditionen der Vergangenheit bis zu modernen, genre übergreifenden Experimenten“, so Programmleiterin Anna Mechelhoff von Piranha Kultur zum Konzept 2013 (mehr hier).

Das Fest wird am 12. August enden.

Blutiger Ramadan in Myanmar

Doch nicht überall in der Welt verlief der Ramadan so schön, wie in Augsburg oder in Berlin. In Myanmar droht insbesondere den Rohingya-Muslimen die totale Ausrottung. Dort werden sie von radikalen Buddhisten verfolgt und getötet.

Von der UN werden die Rohingya-Muslime als „die am meisten Verfolgte Minderheit der Welt“ eingestuft. Die Verfolgung reicht von Zwangsarbeit über systematische Dezimierung der Einwohnerzahl bis hin zu illegalen Tötungen und Konfiszierung von Eigentum. Zudem wird ihnen die Staatsbürgerschaft verweigert (mehr hier).

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