FIFA: Türkischer Fußball nicht von Dopingskandalen betroffen

Die jüngsten Berichte über Dopingskandale in der Türkei haben auch die FIFA aufgeschreckt. Jetzt gibt der Weltfußballverband Entwarnung. Während sowohl Leichtathleten, Gewichtheber als auch Ringer betroffen sind, scheinen die türkischen Fußballer „sauber“.

Die immer neuen Meldungen über Dopingfälle mittels anaboler Steroide in der türkischen Sportwelt haben auch die FIFA in Alarmbereitschaft versetzt. In einer beispiellosen Entscheidung wurde darauf hin beschlossen, die hiesigen Fußballer unter die Lupe zu nehmen. Jetzt gab es Entwarnung.

Wie es von Seiten der FIFA heißt, hab die hauseigene Anti-Doping-Einheit Kontakt mit dem Türkischen Fußballverband aufgenommen. Diese zeigte sich schließlich damit einverstanden, die im vergangenen Jahr genommenen Proben an den Weltfußballverband zu übergeben. Insgesamt habe es mehr als 600 Proben gegeben. Die ersten Ergebnisse hätten nun nicht ein einziges verdächtiges Ergebnis offenbart. Darüber hinaus sei eine zufällige Auswahl von 50 Proben abermals in einem Anti-Doping-Labor in Köln mit Hilfe der aktuellsten massenspektrometrischen Methode analysiert worden. Auch hier hätten alle Proben erneut ein negatives Ergebnis geliefert.

Keine Anzeichen für systematisches Doping

„Die FIFA ist über diese Ergebnisse sehr beruhigt. Auf Grund der alarmierenden Medienberichte haben wir die Entscheidung getroffen, weitere Untersuchungen vorzunehmen. Doch das Ergebnis ist eindeutig. Es gibt keine Anzeichen für systematisches Doping im türkischen Fußball“, so FIFA-Chefarzt Prof.Jiří Dvořák an diesem Montag. Lob gab es darüber hinaus für die Zusammenarbeit mit den türkischen Kollegen. Diese sei während des gesamten Prozesses ehrlich und transparent gewesen.

Wie ebenfalls an diesem Montag bekannt wurde, hat der Disziplinarausschuss des Türkischen Leichtathletik-Verbandes (TAF) insgesamt 31 türkische Athleten wegen Dopings für zwei Jahre von allen Wettbewerben ausgeschlossen. Unter ihnen, so berichtet Worldbulletin, ist auch der Olympiasieger im Hammerwerfen Esref Apak. Die laufenden Untersuchungen, so heißt es weiter, beträfen allerdings nicht die Fälle von Olympiasiegerin Asli Cakir Alptekin, Europameisterin Nevin Yanit (mehr hier) sowie die Athletin Pinar Saka.

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