Moschee in Duisburg-Marxloh: Hells Angels müssen draußen bleiben

Vergangenes Wochenende wollten Mitglieder der Hells Angels am Nachtgebet in der Moschee in Duisburg-Marxloh teilnehmen. Doch der Gemeinderat zog seine Sicherheitsleute zusammen und gewährte ihnen keinen Zutritt in die Moschee.

Am vergangenen Samstag wollten anlässlich der islamischen „Nacht des Schicksals“ („Laylat ul Kadr“) einige Mitglieder der Rocker-Gruppe Hells Angels am Gebet in der Moschee in Duisburg-Marxloh teilnehmen. Die Hells Angels haben auch muslimische Mitglieder.

Die Moschee war gut besucht. Es fanden sich insgesamt 3000 Muslime ein. Doch der Gemeinderat war offenbar nicht erfreut über den Besuch der Hells Angels. Er zog seine Sicherheitsleute zusammen und soll den muslimischen Rockern gesagt haben, dass sie unerwünscht seien, berichtet die WAZ. Unklar ist, ob sich die Aktion direkt gegen die Hell Angels richtete oder, ob die Gemeinde somit ein weiteres Chaos auf dem Moscheegelände verhindern wollte.

Denn die Polizei hatte den Gemeinderat zuvor vor einer möglichen Massenpanik gewarnt. Das Gelände soll komplett überfüllt gewesen sein.

Polizei geht gegen Hells Angels vor

Bei einer Großrazzia auf der Insel Mallorca wurde der Hells Angels-Chef Frank Hanebuth von spanischen Beamten festgenommen. Ihm werden Erpressung, Geldwäsche und die Förderung illegaler Prostitution zur Last gelegt, berichtet die Mallorca Zeitung. Aktuell befindet sich der als Europa-Chef der Rocker eingestufte Frank Hanebuth in U-Haft. Ihm drohe eine 23-jährige Gefängnisstrafe.

Vergangenes Jahr hatte ein Ex-Rocker Hanebuth schwer belastet. Der Hells Angels-Chef „habe grünes Licht für die Ermordung eines seit zwei Jahren vermissten Türken in Kiel gegeben“, so die Morgenpost. Doch das habe der Zeuge „nur durchs Hörensagen erfahren.“ Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Kiel wurde aufgrund des Mangels an Beweisen im April 2013 eingestellt.

Mehr zum Thema:

Macht Claudia Pechstein Geschäfte mit den Hells Angels?
„Laylat ul Qadr“ im Islam: Die Nacht des Schicksals als Chance für Vergebung
Das Ende des Ramadan: Muslime und Christen feiern gemeinsam

 

 

 

Kommentare

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.

Wir freuen uns auf Ihre Kommentare zu diesem Artikel.

Bitte verwenden Sie dazu unsere Facebook-Seite - hier.