„Rebel Riots“ aus Myanmar kämpft gegen Islamhass

Die Punkband „Rebel Riot“ kämpft mit ihrer Musik gegen die rassistische Hetzjagd, die von weiten Teilen der Bevölkerung totgeschwiegen wird. Im südostasiatischen Staat Myanmar sind vier Prozent der Bevölkerung muslimischen Glaubens, bilden also eine Minderheit. Seit Ende der Militärdiktatur 2011 tritt der Islamhass buddhistischer Mönche Myanmars offen zu Tage.

Der Buddhismus gilt als besonders friedliche Religion, doch die Mönche Myanmars rufen offen im Namen der Religion zum Hass gegen Moslems auf. Unter dem Schutz staatlicher Behörden zwingen die Mönche Moslems zur Umsiedlung, töten sie auf offener Straße (mehr hier). Innerhalb der Mehrheitsbevölkerung genießen sie hohes Ansehen, was zur Folge hat, dass viele die Gewalt als legitim ansehen oder wegschauen. Überall im Land sieht man Aufkleber mit der Aufschrift „969“, dem Namen der nationalistischen Gruppierung. Die drei Zahlen stehen für die Tugenden des Buddha, die buddhistischen Praktiken und die buddhistische Gemeinschaft.

„Wären sie wirklich Mönche, würde ich schweigen. Doch sie sind Nationalisten, Faschisten: Keiner will es hören, aber es ist die Wahrheit“ , sagt Kyaw Kyaw, der Sänger von Rebel Riots gegenüber Today`s Zaman. Die Band musste während der Militärdiktatur heimlich auftreten, weil sich ihre Texte gegen die autoritären Führer richteten. Aus ihrer Erfahrung heraus, am Rande des Gesellschaft gelebt zu haben, erwächst ihre Solidarität mit den Moslems, denen jetzt etwas Ähnliches widerfährt.

Die Parallele zu „Pussy Riots“ in Russland ist unübersehbar, allein schon wegen des Namens. Dass die Band damit auch ein wirtschaftliches Interesse verfolgt, ändert aber nichts daran, dass sie das Schweigen bricht. Sie ermutigt damit diejenigen, die aus Angst vor den Mönchen wegschauen, ihre Stimme zu erheben. Den Muslimen droht in Myanmar der totale Untergang (mehr hier).

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