Fachkräftemangel in Russland: Qualifizierte Ausländer sollen aushelfen

Russland sucht händeringend nach qualifizierten und hochqualifizierten Fachkräften. Dazu will die Regierung das Einwanderungsgesetz reformieren. Fachkräften aus dem Ausland und ausländischen Uni-Absolventen in Russland soll der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Nicht nur Deutschland, sondern auch die Russische Föderation hat einen Fachkräftemangel. Deshalb arbeitet die russische Regierung aktuell an einem Gesetzesentwurf, der den Aufenthalt von Fachkräften erleichtern soll.

Die Ausbildung der erforderlichen Fachkräfte im eigenen Land würde zu lange dauern. Deshalb müsse die „Lücke“ von Ausländern geschlossen werden, sagte der Analytiker des russischen Zentrums für moderne Entwicklung, Nikita Maslennikow, der Stimme Russlands (SR).

Doch die Reform des Aufenthaltsrechts greift nicht für gering qualifizierte Einwanderer, schreibt der SR-Journalist Andrei Fedjaschin.

„Eine Arbeitsgenehmigung außerhalb der Quoten werden Führungskräfte und leitende Mitarbeiter von Vertretungen ausländischer Firmen mit einem Jahresgehalt von mindestens zwei Millionen Rubel erhalten können. Dabei müssen sie mindestens ein Jahr in dem Unternehmen tätig gewesen sein, das sie nach Russland geschickt hat. In eine Filiale dürfen somit nicht mehr als fünf Personen, in der Bankensphäre nicht mehr als zwei Personen entsandt werden. Die Arbeitsgenehmigung wird für die Dauer des Arbeitsvertrages erteilt.“

Die ausländischen Hochqualifizierten werden eine Aufenthaltserlaubnis von drei Jahren erhalten. Bei Fachkräften ohne Hochschulausbildung werde die Aufenthaltserlaubnis bei zwei Jahren liegen, berichtet das Onlineportal Russia Beyond the Headlines.

Auch ausländische Studenten sollen von der Reform profitieren. Sie sollen nach ihrem Uni-Abschluss in Russland die Möglichkeit erhalten, sich einen Job auf dem russischen Arbeitsmarkt zu suchen. Ihnen werde das Recht eingeräumt, über drei Jahre hinweg im Land zu bleiben. Wenn der Betroffene über die Qualifikation in einem Mangelberuf verfügt, kann er sogar die russische Staatsbürgerschaft erhalten, berichtet Russland HEUTE.

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