Wachstum sinkt: Türkische Regierung redet Prognosen schön

Aus Sicht des türkischen Vizepremiers Ali Babacan, ist eine Korrektur der Wachstumsprognose seines Landes nach unten nicht weiter schlimm. Denn die Welt befinde sich in einer Krise. Da sei ein Wachstum in Höhe von drei Prozent statt vier Prozent auch ein Erfolg. Doch US-Analyst Nouriel Roubini rechnet mit einem baldigen Crash in der Türkei. Genauso werde es Südafrika, Indien und Brasilien ergehen.

Ali Babacan, Stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister der Türkei, sagt, dass die diesjährige Wachstumsprognose für die Türkei in Höhe von vier Prozent nach unten korrigiert werden müsse. Doch das sei nicht weiter schlimm.

„Ein Wachstum von drei Prozent kann sich angesichts der Weltwirtschaftskrise immer noch sehen lassen“, zitiert die Zeitung Radikal den Staatsminister. Die aktuellen Schwankungen auf dem Weltmarkt sollen sich auch auf Schwellenländer, wie zum Beispiel Südafrika, Indien oder Brasilien negativ ausgewirkt haben. Die Türkei stehe mit ihrer Wachstumskorrektur nicht alleine dar.

Zuvor hatte die Weltbank ihre Wachstumsprognose für die Türkei für das Jahr 2014 von 4,0 Prozent auf 3,6 Prozent herabgesenkt (mehr hier). 2011 lag das Wirtschaftswachstum noch bei 8,8 Prozent. 2012 erfuhr es dann einen tiefen Fall auf 2,2 Prozent.

Dabei reiht sich die Türkei in den globalen Trend ein, denn für die Weltwirtschaft wird für 2013 nur noch ein Wachstum von 2,2 Prozent erwartet. Das geht aus der aktuellen Weltbank-Studie „Global Economic Prospects“ hervor.

Doch US-Wirtschaftsanalyst Nouriel Roubini misstraut dem anhaltenden Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern. Er erwartete nicht nur einen langsamen Rückgang beim Wirtschaftswachstum, sondern einen regelrechten Crash (mehr hier).

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