Wegen Mursi-Unterstützung: Ägyptisches TV boykottiert türkische Serien

Der Erfolg der türkischen TV-Serien im Ausland ist eine enorme Einnahmequelle für die Türkei. Doch in Ägypten wird die Ausstrahlung einiger Serien nun gestoppt. Grund ist die türkische Kritik an dem Militärputsch. Die Türkei steht weiterhin hinter dem ehemaligen Präsidenten Mursi.

Die Einmischung der EU in türkische Angelegenheiten in Bezug auf die Proteste hat in der türkischen Regierung für große Kritik gesorgt. Die türkische Haltung zu Ägypten und Unterstützung des ehemaligen Präsidenten Mursi bringt die Türkei nun ebenfalls in Schwierigkeiten. Verschiedene TV-Sender und Produktionsfirmen boykottieren die so beliebten türkischen Soaps.

Mossad Fouda, ägyptischer TV Direktor und Leiter des Ägyptischen Kino Verbands, sagt dazu:

„So eine Initiative war wichtig. Sie hat die Aufmerksamkeit verschiedener Produktionsfirmen auf sich gezogen, sowohl private als auch staatliche. Auch viele Kanäle haben vermieden, türkische Serien aus Protest gegen die Einmischung der Türkei in ägyptische Angelegenheiten und die negative Haltung zur 30. Juni Revolution zu zeigen.“

Auch Shokry Abu Emera, Vorsitzender der ägyptischen Radio und Fernsehen Union, hat die Ausstrahlung von türkischen Serien gestoppt, deren Rechte er bereits vor einiger Zeit erlangt hatte, berichtet die Hürriyet. Auf diese Weise antworte er auf die türkische Kritik an dem Putsch (mehr hier).

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