Gestrandet für 40 Tage: Türkische Trucker kehren aus Ägypten zurück

Seit Anfang Juli sitzen 98 türkische Lkw-Fahrer in der nordägyptischen Hafenstadt Port Said fest. Der Militärputsch hat nicht nur das Land, sondern auch ihre Fahrpläne durcheinander gewirbelt. Jetzt heißt es aufatmen: Nach gut sechs Wochen können sie jetzt wieder in die Türkei zurück.

Hamit Sanverdi, Chef der türkischen Spediteursvereinigung Uluslararası Nakliyeciler Derneği (UND) ist guter Hoffnung. Insgesamt 98 türkische Trucker können jetzt offenbar doch ihre Heimfahrt aus Ägypten antreten. Im Zuge des Militärputsches am 3. Juli waren sie dort gestrandet.

Während der vergangenen 40 Tage soll es den türkischen Fahrern gut ergangen sein, so Sanverdi zur Nachrichtenagentur Anadolu. Um sie bemüht hätten sich nicht nur türkische Verbände, sondern auch das Wirtschaftsministerium. Nun sollen die Trucker via Ro-Ro-Schiff zurück in die Türkei gelangen. Die Truppe werde am letzten Tag des Ramadanfestes in Hatay zurückerwartet, so dass sie das Fest doch noch mit ihren Familien begehen können.

Nach Angaben von Sanverdi hätten die türkischen Trucker Rohstoffe aus dem Nahen Osten geladen gehabt. Andere wären mit Lebensmitteln für Syrien bestückt gewesen. Details nannte er allerdings nicht.

Einem türkischen Schiff, welches die Trucker bereits Anfang Juli zurück in die Heimat bringen sollte, war offenbar nicht gestattet worden anzulegen. Warum den Männern die Ausreise verwehrt wird, ist noch immer unklar. Unterdessen bereiten ausländische Geschäftsleute offenbar auf den Ausnahmezustand in Ägypten vor (mehr hier).

Zuletzt wurden türkische Trucker auch in den Syrienkonflikt hineingezogen. Ende Juli 2012 schloss die Türkei den türkisch-syrischen Grenzübergang Cilvegözü. Der Entscheidung vorausgegangen waren Angriffe auf türkische Lkws. Mindestens neun Fahrzeuge wurden damals verbrannt und zahlreiche weitere geplündert, als die syrische Opposition in der Woche zuvor die Kontrolle über zwei türkisch-syrische Grenzposten übernommen hatte (mehr hier).

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