USA wollen Hyperschall-Raketen einsetzen: Russland zeigt sich unbeeindruckt

Die USA wollen neben Kampfdrohnen auch Hyperschall-Raketen einsetzen, um ihre sicherheitspolitischen Interessen durchzusetzen. Doch russische Militäranalysten zeigen sich unbeeindruckt und legen ihren Schwerpunkt lieber auf ein nukleares Gleichgewicht. Da seien die Amerikaner ernstzunehmende Gegner.

Die Amerikaner wollen im Rahmen ihres Global-Strike-Konzepts (PGS) Hyperschall-Raketen und weiterhin Drohnen einsetzen. Das Konzept konzentriert sich auf schnelle vorbeugende Schläge gegen Massenvernichtungswaffen. Dabei sollen neben konventionellen Waffen auch begrenzt Nuklearwaffen zum Einsatz kommen.

Doch Russland ist nicht beeindruckt von dem Sicherheitskonzept. Denn das beinhalte hauptsächlich räumlich begrenzte Präzisionsschläge, die nicht viel ausrichten können gegen das russische Abwehrsystem.

Eine US-Aggression gegen Russland müsste viel weitgehender sein. Am Ende würde dann ein atomarer Weltkrieg stehen. Zudem haben die Amerikaner ohnehin nicht genug Präzisionsmunition von großer Reichweite vorzuweisen.

Einsatz ist immer möglich

„Das PGS-Konzept ist nur dafür geeignet, gewisse Aufgaben in friedlicher Zeit zu lösen. Das wäre der Kampf gegen die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen, gegen den Drogenhandel und den Terrorismus“, zitiert die Zeitung STIMME RUSSLANDS Wladimir Ostankow, Mitglied der Russischen Akademie der Militärwissenschaften. Washington wolle zudem „unerwünschte Staatschefs“ aus dem Weg räumen.

In Kriegszeiten diene das PGS-Konzept in der ersten Phase nur der Zerstörung der wirtschaftlichen-, staatlichen- und militärischen Verwaltung des Feindes. Die Bevölkerung soll in Schock und Panik versetzt werden. In der zweiten Phase werde dann ein regulärer Militäreinsatz beginnen, so Ostankow.

Moskau fühlt sich bedroht

Doch die USA entwickeln ihre militärischen Fähigkeiten weiter. Die einzige Möglichkeit einen US-Angriff in den kommenden Jahrzehnten gegen Russland zu verhindern, sei es ein nukleares Gleichgewicht herzustellen. Der Aufbau eines amerikanischen Raketenschilds in Europa dürfe nicht zugelassen werden. Das Raketenschild-Projekt soll Interkontinentalraketen über Satellit erkennen und mit Raketen oder Lasern zerstören können.

Im vergangenen Jahr sagte der ehemalige Generalstabschef der Russischen Streitkräfte, Nikolai Makarov, dass Washington seinen Raketenabwehrplan in Europa aufgeben solle. Andernfalls werde Russland einen Präventivschlag gegen die Abwehrstruktur des Systems vornehmen, berichtet die New York Times.

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