Ende einer Ära: Das „Love Boat“ landet auf einem Schrottplatz in der Türkei

Das hätte sich der verstorbene US-amerikanische TV-Produzent Aaron Spelling sicher nicht träumen lassen. 36 Jahre nach dem Start seiner Kultserie „Love Boat“ landet selbiges nicht etwa in einem ehemaligen Traumziel in der Karibik. Die Pacific Princess findet ihre letzte Ruhestätte in den schlichten Gewässern eines türkischen Schrottplatzes.

249 Episoden, aufgeteilt auf ganze zehn Staffeln: Die US-amerikanische Kultserie „Love Boat“ begeisterte von 1977 bis 1986 viele Millionen Zuschauer. Auf dem Passagierschiff Pacific Princess schipperten Kapitän Merrill Stubing alias Gavin MacLeod und seine Crew über die Weltmeere. Mit an Bord: Mal spannende, mal romantische, aber auch humorvolle Geschichten. Jetzt hat der alte Kahn ausgedient. In der fernen Türkei findet er seine letzte Ruhe.

Renovierung hätte nicht gelohnt

Das weltbekannte Kreuzfahrtschiff MS Pacific wurde bereits 1971 unter dem Namen „Sea Venture“ erbaut.  Vom Stapel lief sie in Emden. Auf seinen Decks spazierten im Verlauf der Serie so bekannte Persönlichkeiten wie Zsa Zsa Gabor, Jerry Stiller, Michael J. Fox, David Hasselhoff oder auch Andy Warhol. Jetzt ist der Glanz und Glamour Hollywoods jedoch endgültig Geschichte. Wie Fox News berichtet, quasi in seine Einzelteile zerlegt.

Überraschend kommt das unrühmliche Ende des 13,500 Tonnen schweren und 171 Meter langen Riesen allerdings nicht. „Im Verlauf seines Lebens hat das Schiff gleich mehrere Modifikationen erfahren. Jetzt lag es bereits fünf Jahre still. Eine Renovierung wäre jetzt einfach zu teuer gewesen“, so Ersin Ceviker von der türkischen Schiffe-Verwertungsgesellschaft zu Reuters. Gekauft wurde es bereits im Februar 2012 von einem Abbrech-Unternehmen in Izmir. Zuvor wechseltes es bereits mehrmals den Besitzer. Wert war den Türken das „Love Boat“ im Rahmen einer Zwangsversteigerung nur noch 3,3 Millionen Dollar.

Bereits am vergangenen Dienstag erreichte die alte Lady von Genua kommend die türkische Küstenstadt Aliaga. Auf ihrer letzten Reise soll es übrigens noch einmal richtig turbulent geworden sein. Geschuldet war das allerdings nicht den Passagieren, sondern den heftigen Sturmböen.

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