Pumpguns und Messer: Streit bei Hochzeit in der Türkei endet blutig

In der Türkei sind bei einem Hochzeitsstreit zwischen zwei Großfamilien mehrere Menschen verletzt worden. Offenbar soll es auch Todesopfer geben. Zudem sollen Pumpguns zum Einsatz gekommen sein.

In der südost-anatolischen Stadt Gaziantep sind bei einem Streit zwischen zwei Großfamilien sechs Personen verletzt worden. Sieben Personen wurden bei dem anschließenden Großeinsatz der Polizei festgenommen.

Der Streit zwischen den Familien Çalar und Bulur ereignete sich auf einer gemeinsamen Hochzeitsfeier. Aus bisher nicht bekannten Gründen soll es zwischen männlichen Angehörigen der Familien zu Auseinandersetzungen gekommen sein.
Im Zuge des Streits wurden Pumpguns, Messer und Schlagstöcker eingesetzt, berichtet Haberturk.

Kenthaber berichtet, dass sogar drei Personen getötet und acht weitere Personen schwer verletzt wurden.

Türkisches Waffengesetz zu liberal?

Der Vorfall in Gaziantep wirft die Frage auf, ob das Waffengesetz in der Türkei zu liberal ist. In der Türkei befinden sich rund 20 Millionen Waffen in Privatbesitz. Davon sind allerdings nur 2,5 Millionen lizensiert (mehr hier).

„Keine Überwachung, keine Aufzeichnung, keine Zertifizierung oder Ausbildung, nichts davon haben wir in der Türkei. Das ist eine tickende Zeitbombe. Wir warten nur darauf, dass diese detoniert“, warnt Berna Çapçıoğlu Pehlivan, Koordinatorin der Umut-Stiftung, die darauf hinweist, dass im Jahr 2007 3000 Menschen durch Schusswaffen ums Leben kamen. Heute seien es sogar 4.500.

Nazire Dedeman Çağatay, Gründerin und Vorsitzende der UMUT Stiftung, schrieb im vergangenen Jahr einen offenen Brief an Premier Erdoğan und forderte eine Verschärfung des türkischen Waffengesetzes.

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