Türkei will 2023 weltweit führende Exportnation werden

Die Türkei plant ihren jährlichen Export bis zum Jahr 2023 auf 500 Milliarden US-Dollar anzuheben. Sie möchte zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt werden. Doch auch das politische System soll reformiert werden.

Die türkische Regierung möchte die Exportziele der Türkei bis 2023 einhalten. Der Präsident der Industrie- und Handelskammer von Adiyaman, Mustafa Uslu, geht fest davon aus, dass die Türkei zu ihrem hundertjährigen Jubiläum unter den zehn größten Volkswirtschaften rangiert.

Im vergangenen Jahr gab Ministerpräsident Erdogan das türkische Exportziel für 2023 bekannt. Im Rahmen einer Preisverleihung des Verbandes türkischer Exporteure (TIM) wurde ein Exportvolumen von 500 Milliarden Dollar als Ziel veranschlagt. 2012 wurden Waren und Dienstleistungen im Wert von 152,6 Milliarden  Dollar exportiert, sodass bis 2023 eine Vervierfachung des Exports notwendig wäre.

Um das Ziel zu erreichen, haben das Wirtschaftsministerium und der TIM im letzten Jahr einen strategischen Plan mit dem Namen „Türkische Exportstrategie bis 2023“ formuliert. Demnach soll die Türkei ihren Anteil am weltweiten Export auf 1,5 Prozent erhöhen.

Im März war Vizepremier Bülent Arınç Gastredner bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin und berichtete über das „Ziel 2023“. Es gehe in diesem Zusammenhang auch um Arbeitsmarktpolitik und die Reform des politischen Systems der Türkei.

Das Land möchte 40 Prozent aller türkischen Frauen in den Arbeitsmarkt eingliedern. Das weibliche Geschlecht sei auf dem türkischen Arbeitsmarkt noch zu wenig vertreten. Es gehe der AKP um die bestmögliche Nutzung von Humankapital. Nur so könne das Wirtschaftswachstum der Türkei auch in Zukunft gesichert werden.

Die AKP-Regierung versuche eine dauerhafte „reformistische Politik“ zu entwickeln. Dazu müsse das politische System nachhaltig verändert werden. Im Fokus stehen Reformen, die die Wege zur Entscheidungsfindung verkürzen sollen. Eine Gruppe von Demonstranten unterbrach Arınçs Rede. Sie protestierten gegen die Repressalien gegen Journalisten und Regierungskritiker in der Türkei (mehr hier).

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