Flughafen Köln-Bonn: Polizei schlägt Türken zusammen

Der 51-jähriger Yaşar Albayrak wurde offenbar von Polizeibeamten am Flughafen Köln Bonn bewusstlos geschlagen. Auslöser des Vorfalls war eine verbale Auseinandersetzung zwischen Albayrak und einer Angestellten. Doch die Bundespolizei ist sich keiner Schuld bewusst. Albayrak soll der Aggressor gewesen sein. Zudem sei er zu keinem Zeitpunkt bewusstlos gewesen.

Der 51-jährige Yaşar Albayrak und seine Frau Elmas Albayrak hatten sich den Ticketkauf am Flughafen Köln-Bonn für ihren Sohn Ediz Albayrak und seine Schwiegertochter anders vorgestellt.

Nach einer verbalen Auseinandersetzung mit einer Angestellten am Schalter, wurde er offenbar von Bundespolizisten mit Schlagstöckern bewusstlos geschlagen, berichtet DHA.

„Wir begaben uns an den Schalter, um die Tickets einzuholen. Die Dame am Schalter zeigte sich desinteressiert und half uns nicht. Es kam zum kurzen Streit. Anschließend suchten wir eine andere angestellte Person auf, um Infos einzuholen. Plötzlich kamen Polizeibeamte auf uns zu, fragten nach dem Ausweis und  wollten meinen Sohn mitnehmen. Daraufhin wollte ich den Polizisten klar machen, dass ich mit der Dame gestritten habe und nicht mein Sohn. Sie rissen mich am Arm und gleich darauf schlugen sie auf mich ein.“

Die Ehefrau des Geschädigten, Elmas Albayrak, sagt, dass die Polizisten direkt auf den Kopf ihres Ehemannes eingeschlagen haben. Sie sei in Panik geraten, konnte aber nichts machen.

Bundespolizei weist Vorwurf zurück

Die Bundespolizei schildert den Vorfall anders. Eine Sprecherin der Bundespolizeiinspektion Flughafen Köln-Bonn sagte den DTN, dass die Beamten von dem 51-jährigen Yaşar Albayrak angegriffen wurden.

Ein Polizist soll ihn dann mit einem Schlagstock am Arm getroffen haben. Albayrak soll anschließend auf den Boden gefallen und sich anschließend am Kopf verletzt haben. „Aus dem Protokoll geht hervor, dass er zu keinem Zeitpunkt bewusstlos gewesen ist“, so die Sprecherin. Eine Pressemitteilung hat die Bundespolizei zu dem Vorfall nicht veröffentlicht.

Die Angaben des Geschädigten und der Bundespolizei widersprechen sich. Ein Gerichtsverfahren könnte Aufschluss über die genauen Umstände des Vorfalls bringen.

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