Entführung im Libanon: Behörden nehmen Verdächtigen fest

Nach der Entführung zweier Turkish Airlines-Piloten im Libanon am vergangenen Freitag, ist den libanesischen Behörden nun offenbar ein erster Fahndungserfolg gelungen. Sicherheitskräfte nahmen einen Mann fest, der in Verbindung mit dem Fall stehen soll. Nach wie vor gilt dem Schutz türkischer Bürger im Land die höchste Priorität.

Wie erst jetzt bekannt wurde, konnten die libanesischen Behörden bereits zwei Tage nach der Entführung zweier Turkish Airlines-Piloten am 9. August einen ersten Fahndungserfolg erzielen.

Am späten Sonntagabend nahmen die Sicherheitskräfte einen Libanesen fest. Mohammed Saleh wird vorgeworfen, telefonischen Kontakt mit den Entführern der beiden Türken gehabt zu haben. Er soll der Schwager des zuvor in Syrien entführten Dschamil Saleh sein. Die libanesische Polizei sucht nach einem zweiten Verdächtigen. Bei ihm soll es sich um den Sohn von Dschamil Saleh, Ali Dschamil Saleh handeln, berichtet die türkische Onlinezeitung netGazete.

Entspannt hat sich die Lage damit allerdings nicht. Auch zu Wochenbeginn sind schwer bewaffnete Polizisten und Soldaten vor dem Gebäude der türkischen Botschaft, dem Gebäude, in dem sich die staatliche Nachrichtenagentur sowie das Fernsehen befindet, aber auch vor türkischen kulturellen und kommerziellen Zentren in der Innenstadt von Beirut präsent. In Letzteren, so die türkische Zeitung Zaman, würden die Geschäfte bis auf Weiteres ruhen.

Bereits kurz nach Bekanntwerden hatten die libanesischen Behörden die Sicherheitsvorkehrungen für türkische Staatsbürger im Land erhöht. Zuvor sprach die Türkei bereits eine Reisewarnung für den Libanon aus (mehr hier).

Die beiden Männer waren am vergangenen Freitag auf dem Weg vom Flughafen zu ihrem Hotel verschleppt worden (mehr hier). Nachdem zunächst unklar schien, wer hinter der Entführung stecken könnte, behauptet nun eine Gruppe namens al-Imam Zuwaar Rida für die Tat verantwortlich zu sein. Die bisher nicht bekannte Gruppe erklärte, dass sie die beiden Piloten nur freigäben, „wenn die libanesische Geiseln in Syrien zurückkehren“ würden. Noch immer ist nicht bekannt, wie es den Entführungsopfern geht oder wo sie sich genau aufhalten.

 

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