Moschee-Mangel: Moskau errichtet Gebetsplätze für Muslime

Zehn Prozent der Bevölkerung Moskaus sind Muslime und es gibt nur vier Moscheen. Deshalb wollen die staatlichen Behörden öffentliche Gebetsplätze einrichten. Doch der Bürgermeister von Moskau hält nicht viel von den muslimischen Migranten.

In Moskau sollen in den Stadtparks insgesamt 100 Gebetsplätze für Muslime errichtet werden. Das jedenfalls ist der Plan der staatlichen Behörden.

Denn in Moskau leben 12 Millionen Menschen und es gibt nur vier Moscheen. Eine davon befindet sich in Reparatur. Zudem ziehen immer mehr Muslime aus den Republiken der Russischen Föderation in die Hauptstadt, berichtet RT.

Im Vergleich zu Moskau hat London 8,3 Millionen Einwohner und 100 Moscheen. New York hat 8,5 Millionen Einwohner und insgesamt 140 Moscheen.

Doch russische Nationalisten sind gegen den Bau von Gebetsplätzen und Moscheen für Muslime. Sie sind der Ansicht, dass Gastarbeiter aus den Teilrepubliken, Moskau so schnell wie möglich verlassen sollten. Es mache keinen Sinn auf die religiösen Bedürfnisse von muslimischen Migranten einzugehen, wenn diese Moskau ohnehin wieder verlassen werden.

Gegen den Bau von Moscheen ist auch der Bürgermeister von Moskau, Sergei Semjonowitsch Sobjanin. Die Masseneinwanderung von Arbeitsmigranten sei „schädlich“ und dürfe durch den Bau von Moscheen nicht noch gefördert werden.

Der prozentuale Anteil von muslimischen Arbeitsmigranten an der Gesamtbevölkerung von Moskau liege „nur bei zehn Prozent“, so Sobjanin. Zudem seien einige von ihnen weder russische Staatsbürger, noch gemeldete Einwohner Moskaus.

Die Muslime Moskaus teilen die Ansichten des Bürgermeisters nicht und wollen sich an Putin wenden. Nafigulla Ashirov, Obermufti des asiatischen Teils Russland, erhofft sich eine Unterstützung von höchster Stelle.

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