Privatisie​rung: Deutsche Bahn ist interessiert am türkischen Schienennetz

Die Deutsche Bahn zeigt Interesse an der anstehenden Privatisierung des türkischen Schienenverkehrs. Der Konzern möchte sich diese Gelegenheit nicht verstreichen lassen. Die Beförderung von Passagieren auf privat gebauten und betriebenen Zügen soll in den kommenden Jahren beginnen.

Offenbar möchte die Deutsche Bahn (DB) von der Privatisierung des türkischen Bahnsektors profitieren. Weitere Interessenten sind die Unternehmen SNCF, Thales, Thalys, Mitsubishi und Hyundai Rotem.

Ein Privatisierungs-Entwurf wurde dem türkischen Parlament bereits am 6. März vorgelegt. Dieser ziele darauf ab, eine Gesellschaft unter dem Dach der türkischen Staatsbahn (TCDD) namens Transport AŞ zu etablieren.

Es sollen sowohl öffentliche als auch private juristische Personen dazu berechtigt werden, ihre eigene Eisenbahninfrastruktur aufzubauen, Infrastrukturbetreiber auf diesen Bahnen zu werden, aber auch Züge auf dem nationalen Eisenbahnnetz zu verwalten (mehr hier).

Agentur für Wirtschafts- und Investitionsförderung der Türkei (ISPAT) berichtet, dass das Ministerium die Übernahme der Liegenschaften koordinieren werde, falls sich die Privatunternehmen dazu entschließen, ihre eigenen Bahnschienen zu bauen. Es besteht dabei die Bedingung, dass die interessierte Partei die Übernahmekosten trägt.

„Wir beobachten die Chancen in der Türkei ganz genau und folgen den neusten Entwicklungen dort“, zitiert ISPAT den Sprecher der Deutschen Bahn, Heiner Spannuth. Die DB ist seit 1995 Partner der türkischen Arkas Holding.

Die Beförderung von Passagieren auf privat gebauten und betriebenen Zügen soll 2018 beginnen.

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