Bombenansc​hlag im Libanon: Al-Qaida bekämpft die Hisbollah

Bei einem Anschlag in der libanesischen Hauptstadt Beirut wurden mehrere Menschen getötet und Hunderte verletzt. Eine sunnitische Al-Kaida-nahe Gruppe soll der Drahtzieher sein. Die Attacke galt der schiitischen Hisbollah. Auch in Syrien bekämpfen sich die Hisbollah und Al-Kaida.

Bei einem Autobomben-Anschlag im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut sind 18 Menschen getötet und etwa 300 verletzt worden. Ziel des Anschlags soll ein Sitz der schiitischen Hisbollah gewesen sein. Der Süden Beiruts gilt als Hochburg der Hisbollah.

„Sie wollen die Hisbollah hier nicht haben. Aber solange sie hier sind, fühlen wir uns sicher“, zitiert die New York Times Bushra Hijazi, eine Einwohnerin Süd-Beiruts. In einer Video-Botschaft hat sich die Al-Kaida-nahe „Brigade von Aischa“ zu dem Anschlag bekannt. Die Kämpfer der Brigade sind aktiv beteiligt am Syrien-Konflikt.

Auch dort sind schiitische Hisbollah-Milizen und radikal-sunnitische Gruppierungen Kontrahenten. Sowohl in Syrien als auch im Libanon nehmen die Auseinandersetzungen immer mehr einen konfessionellen Charakter an. Der Syrien-Krieg könnte bald komplett auf den Libanon überspringen (mehr hier).

Schon im Mai kam es im schiitischen Stadtviertel Beiruts zu zwei Raketenangriffen. Eine der Raketen schlug in einem Autohaus ein, die zweite in die zweite Etage eines Mehrfamilienhauses.

Zuvor hatte Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah das erste Mal öffentlich in einer Fernsehansprache gesagt, dass seine Truppen im Bürgerkrieg auf Seiten der Assads kämpfen. Die Rebellen hatten daraufhin gedroht, sich dafür zu rächen.

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