Bürgerkrieg in Ägypten: Türkische Yıldız-Gruppe stellt Produktion ein

Die türkische Yıldız-Gruppe hat ihre Keks-Produktion in Ägypten eingestellt. Sie möchte warten bis sich die Lage beruhigt. Zudem schütze sie ihre Arbeiter vor möglichen Strafen. Denn seit Verhängung des Ausnahmezustands wurde vom ägyptischen Militär auch eine Ausgangssperre angesetzt.

Ausländische Unternehmen in Ägypten fürchten um ihre Investitionen und Gewinne. Zu ihnen gehört auch die türkische Yıldız-Gruppe.

„Wir haben uns dazu entschieden, unsere Produktion in Ägypten vorübergehend einzustellen. Damit befolgen wir die Verordnungen zur Ausgangssperre und schützen damit unsere Arbeiter“, zitiert die Hürriyet den Vorsitzenden der Yıldız-Gruppe, Murat Ülker.

Das Unternehmen hat ein jährliches Produktionsvolumen von Keks-Waren in Höhe von 30.000 Tonnen. Doch 80 Prozent der türkischen Investitionen konzentrieren sich auf die Textil-Branche. Aktuell befinden sich 260 türkische Unternehmen in Ägypten. Das Direktinvestitions-Volumen liegt bei zwei Milliarden US-Dollar.

Im vergangenen Jahr haben türkische Unternehmen Waren im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar nach Ägypten exportiert.

„Ich glaube, dass die problematische Situation in Ägypten noch eine Weile andauern wird. Doch türkische Investoren werden Ägypten nicht verlassen“, zitiert so Rona Yılcalı von der türkischen Industriekammer für Wirtschaftsbeziehungen mit dem Ausland (DEIK) (mehr hier). DEIK-Vorsitzender Zuhal Mansfield sagt, dass die meisten türkischen Unternehmen ihre Investitionen in relativ stabilen Teilen Ägyptens getätigt haben sollen.

Mit einem Handelsvolumen von 5,2 Milliarden US-Dollar zwischen beiden Ländern, ist Ägypten eines der wichtigsten Handelspartner der Türkei.

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