Nach dem Ausstieg von Sandra Oh: Kann Grey’s Anatomy ohne sie überhaupt bestehen?

Es war die Schocknachricht der Woche: Sandra Oh, seit 2005 als kaltschnäuzige Cristina Yang in der Kultserie Grey's Anatomy zu sehen, verkündete ihren Ausstieg. Wie wird es nach der zehnten Staffel weitergehen? Hat die Kultserie ohne eine der wichtigsten Figuren des Casts überhaupt eine Chance? Zweifel machen sich breit.

Ohne Frage, Grey’s Anatomy-Schöpferin Shonda Rimes hat es bisher immer geschafft, die Anhänger des Formats in heftige Gefühlswallungen zu versetzen. Die Rezepte für derlei Ausbrüche sind meist simpel, aber umso effektiver. Für die jüngsten Wellen war allerdings kein Drehbuch nötig. Sandra Oh sorgte mit ihrer Entscheidung, die Serie nach der kommenden Staffel zu verlassen, sicherlich für zahlreiche bitterliche Tränen in den Reihen der Fans.

Verständlich ist der Schritt der Schauspielerin nach acht Jahren Krankenhaus-Rolle allemal. Sie selbst machte keinen Hehl daraus das Gefühl zu haben, der Rolle in dieser Zeit alles gegeben zu haben. Noch bevor Sandra Oh ihre Entscheidung bekannt gab, ließ allerdings ABC-Präsident Paul Lee verlauten, dass Grey’s Anatomy noch viele Jahre weiterlaufen könnte. Nun machen sich Zweifel jedoch breit, ob das Grey Sloan Memorial Hospital seine Attraktivität für die TV-Zuschauer auch nach dem Ausstieg der 42-Jährigen tatsächlich aufrecht erhalten kann.

Unersetzlich: Cristina ist Meredith‘ Person

In der Tat hat die Serie in der Vergangenheit nicht wenige einschlägige Charaktere verloren. Angefangen bei der hübschen Katherine Heigl bis hin zum smarten Eric Dane. Doch keiner von ihnen, so das Urteil von Digital Spy, sei derart entscheindend gewesen wie Cristina. Sie alle wurden von den Fans geliebt und verehrt. Aber, und das ist der eigentliche Unterschied, keiner von ihnen war Meredith‘ Person.

Für langjährige Anhänger des Formats war von Anfang an klar. Die eigentliche Liebesgeschichte läuft nicht etwa zwischen der jungen Chirurgin Meredith Grey und ihrem Vorgesetzten Derek Sheperd ab. Nein, im Kern geht es über viele Staffeln hinweg nur um eine Beziehung: Die zwischen den beiden Frauen. Shonda Rimes verstand es, diese Verbindung von einem zarten Pflänzchen zu einem kräftigen Baum werden zu lassen, der sämtliche Stürme, aber auch kräftigen Sonnenschein nahezu unbeschadet überstehen konnte. Immer konnten sich die beiden aufeinander verlassen. Selbst der Umstand, dass beide sich ein eigenständiges Leben aufgebaut haben, ließ nie Zweifel aufkommen. Cristina und Meredith, die sind auch noch im Pflegeheim Seite an Seite.

Neue Bezugspunkte: Viele bleiben dem Ensemble erhalten

Wie wird die Serie also ohne diese über allen Dingen stehende Komponente auskommen? Eine neue Verbindung mit ähnlicher Intensität scheint geradezu ausgeschlossen. Eine Existenz von Meredith ohne ihre Seelenverwandte, für viele Fans undenkbar. Bedeutet das das Ende? Nicht unbedingt. Eine ganze Staffel lang haben die Anhänger Zeit, sich auf die neue Situation in vertrauter Umgebung einzustellen. Große Teile des Ensembles bleiben schließlich erhalten. Und wer weiß, vielleicht gibt es dort Figuren, an denen sie sich künftig festhalten können. Wie wäre es zum Beispiel mit der kleinen, aber gewaltigen Dr. Bailey?

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