Kein Ausweg in Sicht: Ägyptens Wirtschaft steht vor dem Kollaps

Die ägyptische Wirtschaft hat einen schweren Stand. Immer mehr ausländische Unternehmen schließen ihre Produktionsstätten. Seit 2011 sind ausländische Direktinvestitionen um 75 Prozent zurückgegangen. Die Übergangsregierung hat keine Lösung. Doch auch die Muslimbrüder erwiesen sich als wirtschaftlich unfähig.

Ägypten befindet sich aktuell in großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Ausländische Investoren verlieren angesichts der Ereignisse am Nil mehr und mehr das Vertrauen in das Land.

So hatten in den vergangenen Tagen eine Reihe von Unternehmen ihre Produktionsstätten in Ägypten eingestellt. Zu ihnen gehören neben türkischen Unternehmen (mehr hier) auch BASF, Electrolux und General Motors.

Der AEG-Mutterkonzern Electrolux beschäftigt 7.000, BASF 100 und General Motors 1.400 ägyptische Arbeitnehmer. Im vergangenen Jahr setzte Electrolux in Ägypten rund 232 Millionen Euro um. Der Gesamtumsatz betrug etwa 13 Milliarden Euro, berichtet Reuters.

Seit Beginn des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 haben insgesamt 4500 Unternehmen ihre Produktions-Stätten in Ägypten geschlossen. Ausländische Direktinvestitionen gingen um 75 Prozent zurück. Die Übergangsregierung kann diesen Prozess nicht stoppen.

Derzeit hat Ägypten ein monatliches Haushaltsdefizit in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar. In den kommenden 18 Monaten benötigt sie 33 Milliarden US-Dollar, um ihrer finanziellen Bedarfsplanung gerecht zu werden, berichtet Gulf Times.

Auch die Lebensmittel werden wegen der Inflation immer teurer. Die Inflationsrate liegt aktuell bei 20 Prozent.

Noch im vergangenen Jahr hatten die Muslim-Brüder gesagt, dass Ägypten die Türkei in sieben Jahren wirtschaftlich überholen werde (mehr hier).

Doch die Wirtschaftspolitik der Muslim-Bruderschaft war gekennzeichnet von Korruption und Veruntreuung von EU-Fördergeldern (mehr hier).

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