Angriff auf Kopftuch tragende Muslimin: Schwedisch​e Frauen solidarisi​eren sich

Am Montag haben zahlreiche Schwedinnen sich mit Kopftüchern im Internet abbilden lassen. Damit wollen sie Frauen, die Opfer von anti-muslimischer Gewalt werden, ihre Solidarität zeigen. Zuvor hatte ein Schwede eine schwangere Muslimin aufgrund ihres Kopftuchs angegriffen und verletzt.

Frauen in Schweden haben im Rahmen einer Solidaritätsaktion Fotos von sich ins Internet gestellt, auf denen sie islamische Kopftücher tragen. Anlass für die Aktion ist ein anti-muslimischer Angriff gegen eine Muslimin in Schweden. Sie wollen damit zeigen, dass sie auf der Seite der Musliminnen stehen und jegliche Gewaltanwendung ablehnen.

An der Solidaritätsaktion beteiligen sich neben der Vorsitzenden der schwedischen Grünen, Asa Romson, auch die Abgeordnete Veronica Palm von den Sozialdemokraten. Die Initiatoren der Aktion ist eine Gruppe, die sich „Hijabupporpet“ („Hidschab-Aufschrei“) nennt.

Die 29-jährige Schwedin Kristin Wretman, sagt, dass sie als Zeichen ihrer Solidarität in der Öffentlichkeit für zwei Stunden einen Hijab getragen habe. Im Bus habe sie ein Mann auf ihren Schleier angesprochen und sie habe ihm ihre Motivation erklärt.

Der Mann sei ausgerastet und habe sich abfällig über Musliminnen geäußert. „Das zeigt, dass es ein Problem in der Gesellschaft gibt, welches angesprochen werden muss“, zitiert die schwedische Zeitung Aftonbladet die junge Frau.

Ein Mann hatte vergangene Woche in Schweden eine schwangere Muslimin, die ein Kopftuch trug, angegriffen und verletzt. Er soll auf das Opfer zugegangen sein, um anschließend ihren Kopf gegen ein Auto zu schlagen. Der Vorfall ereignete sich im Stockholmer Stadtteil Farsta, berichtet das schweizerische Nachrichtenportal 20 Minuten.

Die Stockholmer Polizei sagt, dass es keinen Zweifel an einer anti-muslimischen Motivation des Täters gebe, berichtet Aftonbladet.

Doch nicht nur in Schweden häufen sich anti-muslimische Attacken. Auch in anderen europäischen Ländern gibt es zahlreiche Hassverbrechen. So wird beispielsweise seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 das Leben muslimischer Gemeinden in Großbritannien immer wieder von islamfeindlichen Attacken überschattet (mehr hier).

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