Ashton Kutcher als Steve Jobs: Grandioser Fehlstart an den US-Kinokassen

Bereits unmittelbar nach der Beerdigung von Steve Jobs Anfang Oktober 2011 schickte sich Hollywood an, den verstorbenen Apple-Mitbegründer auch auf der Leinwand unsterblich zu machen. Seit vergangenem Wochenende ist der Film nun in den US-Kinos zu sehen. Doch die Enttäuschung ist riesig.

Kurz, nachdem das Filmvorhaben bekannt wurde, kochte die Gerüchteküche. Übernimmt Hollywood-Beau George Clooney die Rolle des Apple-Genies? Oder doch lieber Noah Wyle, mit dem Clooney gemeinsam für Emergency Room vor der Kamera stand? Am Ende wurde es keiner von beiden. „Two And A Half Men“-Star Ashton Kutcher erhielt den Zuschlag. Eine fatale Fehlentscheidung?

Am vergangenen Wochenende feierte der Film über Steve Jobs in den USA Premiere. Doch zum Entsetzen der Macher stellte sich viel ein, nur keine Euphorie. „Sowohl Kritiker als auch Fans mögen den Film nicht besonders. Der allgemeine Konsens ist, dass der Film ein Fehlschlag ist“, so der Business Insider.

Film kratzt nur an der Oberfläche

„Jobs“ brachte am ersten Wochenende gerade einmal 6,7 Millionen Dollar an den landesweiten Kinokassen. In der Gesamtwertung landete der Streifen damit abgeschlagen auf Platz sieben. Auf Rotten Tomatoes, die englischsprachige Webseite, die sich mit Filminformationen und Rezensionen beschäftigt, erreichte der Neustart lediglich 26 Prozent. Ähnlich enttäuscht zeigten sich auch einzelne Rezensenten. Zu stark sei der Fokus auf Apple als Unternehmen gerichtet, zu wenig gehe es um Steve Jobs selbst. Ein Titel wie „Die Geschichte der Apple-Computer“ hätte das Gesehene wahrscheinlich besser getroffen, so etwa Sandy Cohen von der Huffington Post. Ähnliches wird auch in der Zusammenstellung des WSJ deutlich. Der Film, so der Grundton, bringe nicht die gleiche akribische Liebe zum Detail auf, wie Jobs es selbst zu Lebzeiten zu tun pflegte.

Selbst im Hause Apple ist man alles andere als zufrieden mit dem Ergebnis, das unter der Regie von Joshua Michael Stern entstanden ist (mehr hier). Erst am vergangenen Sonntag wurde bekannt, dass nicht einmal Apple-Mitbegründer Steve Wozniak dem Streifen viel Positives abgewinnen kann. Ein Dorn im Auge ist dem 63-Jährigen in erster Linie einer, Ashton Kutcher. Das Skript hätte ihm ohnehin nicht gefallen. Dennoch hätte er auf einen tollen Film gehofft. Er jedenfalls vermutet, dass vieles, was bei dem Film nicht stimme, mit dem Bild zusammenhänge, das der 35-jährige Hauptdarsteller von Wozniaks einstigem Weggefährten (mehr hier) habe.

Bisher gibt es für Deutschland noch keinen Kinostart-Termin.

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