Zinserhöhung in der Türkei: Zentralbank kämpft gegen Kursverfall

Die türkische Notenbank hat den Leitzins für die Türkische Lira erneut erhöht. Damit versucht sie, gegen den Kursverfall der heimischen Währung zu kämpfen. Zuvor hatte die amerikanische Fed verkündet, dass sie schon bald mit ihrer expansiven Geldpolitik aufhören werde.

Die türkische Zentralbank versucht, die anhaltende Abwertung der Türkischen Lira zu stoppen. Sie erhöhte am Dienstag den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 7,75 Prozent. Die Lira hatte seit Beginn des Jahres 8,7 Prozentpunkte verloren.

Ausländische Kapitalanleger dürfen sich über die Entscheidung der Zentralbank freuen. Denn sie investieren in ausländische Währungen, wenn sie sich besonders hohe Renditen erhoffen.

Der US-Notenbanker Dennis Lockhart sagte am 7. August, dass die Fed ihre expansive Geldpolitik schon Anfang September zurückfahren könnte, berichtet Reuters. Durch diese Aussage wurden die Währungen der Schwellenländer, wie Brasilien, Indien und die Türkei unter Druck gesetzt.

Die indische Notenbank reagierte vergangene Woche mit einer Devisenmarkt-Intervention auf den Kursverfall der Rupie. Sie verkaufte US-Dollars und kaufte im Anschluss Rupien auf. Dadurch wollte sie das US-Dollar-Angebot auf dem Devisenmarkt erhöhen und das Angebot der heimischen Währung verknappen. Eine Aufwertung der Rupie sollte bezweckt werden.

Die Maßnahme der indischen Notenbank blieb erfolglos und fiel auf den tiefsten Wert aller Zeiten, berichtet Reuters.

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