Nein danke, Putin! „Prison Break“-Star outet sich und kehrt Russland den Rücken

Der US-amerikanische Schauspieler Wentworth Miller sorgt in dieser Woche gleich für einen doppelten Paukenschlag. Der erfolgreiche Star der Kultserie „Prison Break“ hat sich nicht nur als Homosexueller geoutet. Damit verbunden hat er auch gleich einen Seitenhieb auf Russlands Präsident Wladimir Putin.

Für nicht wenige Damen ist der 41-jährige Wentworth Miller der Traummann schlechthin. Doch der „Prison Break“-Star muss seine weibliche Fangemeinde leider enttäuschen. In einem Brief an den Direktor der Internationalen Filmfestspiele von St. Petersburg stellte der Schauspieler jetzt klar, dass er eigentlich auf Männer stehe. Besonders pikant: Im fernen Russland werden Homosexuelle streng verfolgt. Eine Reise für ihn ist deshalb überhaupt nicht möglich.

Dem Brief gen Russland war eine Einladung nach St. Petersburg vorausgegangen, die Miller aber ablehnen musste. Seine Antwort fiel entsprechend aus: „Danke für Ihre nette Einladung. Als jemand, der Russlandbesuche in der Vergangenheit immer sehr genossen und selbst russische Wurzeln hat, würde es mich sehr freuen teilzunehmen. Doch als Homosexueller muss ich Ihnen leider sagen, dass ich ablehnen muss“, so Miller. Zuftiefst sei er über die aktuelle Haltung der russischen Regierung und der dementsprechenden Behandlung von homosexuellen Männern und Frauen besorgt.

Russland verweigert Homosexuellen ihre Grundrechte

„Die Situation ist in keiner Weise akzeptabel“, so der Schauspieler, der in der US-Serie als Michael Scofield zu sehen ist, weiter. Auf keinen Fall könne er guten Gewissens zu einem feierlichen Anlass wie diesem nach Russland reisen. In ein Land, in dem Leuten wie ihm systematisch ihr Grundrecht auf Leben und Liebe verweigert werde. Würden sich die Umstände eines Tages verbessern, dann würde er seine Entscheidung auch noch einmal überdenken.

Das erst im vergangenen Juni vom Parlament verabschiedete Gesetz hat international bereits für immenses Aufsehen gesorgt. Seine Tücke liegt vor allem in der äußerst vage gehaltenen Formulierung. Selbst das Zeigen einer Regenbogenflagge oder Hand in Hand durch die Straßen zu laufen, wird geahndet. Das Auswärtige Amt warnt bereits vor möglichen Folgen bei Reisen nach Russland. Durch das Gesetz, so heißt es dort, drohen auch Ausländern bei Weitergabe von Informationen, öffentlicher Demonstration und Unterstützung von Homosexualität Geldstrafen in Höhe von bis zu 100.000 Rubel (rund 2.300 Euro), bis zu 15 Tage Haft und die Ausweisung aus der Russischen Föderation (mehr hier).

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