Proteste in Ankara: Tausende Türken solidarisieren sich mit Mursi

Mursi-Anhänger in der Türkei gingen am Wochenende zu Tausenden auf die Straße und forderten auch von der türkischen Regierung Taten. Als Muslime hätten die Türken eine zusätzliche Verantwortung und könnten angesichts der Geschehnisse nicht still bleiben.

Tausende Demonstranten bekundeten in Ankara ihre Solidarität mit dem gestürzten ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi auf dem zentralen Sıhhiye Platz. Hunderte Banner mit dem Zeichen der vier Finger für „R4bia“, das mittlerweile zum Symbol der Pro-Mursi-Proteste geworden ist, tauchten auch in Ankara auf. R4bia steht für den Rabaa al-Adawiya Platz in Ägypten, der zum zentralen Demonstrationsort für Mursi-Anhänger geworden war.

Organisiert wurde die Demo in Ankara von verschiedenen Gewerkschaften und Verbänden und Bürgerrechtsbewegungen, darunter der Bund der Beamtengewerkschaften, Memur-Sen. Die Demo stand unter dem Motto „Widerstand für Ägypten, Wiederbelebung der Menschlichkeit“. Gefordert wurden auch von der Türkei taten, diese habe ebenfalls Verantwortung, berichtet die Hürriyet.

„Als Muslime haben wir eine zusätzliche Verantwortung, wir haben Verantwortung als Gemeinschaft“, so Memur-Sen-Mitglied Ahmet Gündogdu. In anderen Städten der Türkei wurde zeitgleich demonstriert.

Auch in Berlin kam es am Samstag zu Protesten:

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