Waffen-Lieferungen an syrische Rebellen: Ankara dementiert Vorwürfe

Ankara wehrt sich gegen die Behauptung, über die türkische Grenze seien 400 Tonnen Waffen an syrische Oppositionelle geliefert worden. Die Vermutung eines Chemiewaffeneinsatzes habe die Lieferungen noch verstärkt. Indes hat Syrien der Untersuchung der Vorfälle der vergangenen Woche durch UN-Beobachter zugestimmt. Das könnte jedoch schon zu spät sein.

Die Türkei sei als Transitland für Waffenlieferungen an syrische Rebellen genutzt werden. Nach der vermuteten Chemiewaffenattacke in der vergangenen Woche hätten die Golfstaaten den Oppositionellen hunderte Tonnen Waffen geschickt, um diese zu stärken.

In einer noch inoffiziellen Erklärung streitet Ankara diese Behauptungen vehement ab. „Es ist dasselbe wie mit ähnlichen Berichten in der Vergangenheit. Diese Behauptung ist definitiv nicht wahr“, zitiert die Hürriyet einen Diplomaten, der anonym bleiben will.

Reuters hatte am Sonntag den syrischen Oppositionellen Mohammed Salam mit folgenden Worten zitiert:

„Zwanzig Anhänger haben die Türkei passiert und wurden an Waffenlager verschiedener Truppen im Norden verteilt.“

Die Lieferungen seien in den vergangenen 24 Stunden aufgrund der Vermutung des C-Waffenangriffs durch syrische Truppen in der vergangenen Woche (mehr hier) verstärkt worden.

Indes hat Syrien zugestimmt, UN-Inspekteure ins Land zu lassen, die den Vorfall von Mittwoch untersuchen sollen. Doch diese Entscheidung sei viel „zu spät, um glaubhaft zu wirken“, sagt ein US-Offizieller Reuters. Die Regierung habe in den vergangenen vier Tagen genug Zeit gehabt, Beweise aus dem Weg zu räumen.

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