US-Botschafter in Ankara: „Türken lieben Verschwörungstheorien“

Dem US-Botschafter Francis Ricciardone wird besonders aufgrund seiner Reisen in verschiedenste Orte der Türkei misstraut. Immer wieder tauchen Verschwörungstheorien über die Beweggründe für seine Aktivitäten auf. Er geht darauf mit viel Humor ein.

Türken wittern schnell eine Verschwörung. Davon kann der US-Botschafter zu Ankara, Francis Ricciardone, eine Menge berichten. Wann auch immer er eine Reise unternehme, werde in den Sozialen Medien gemutmaßt, was er vorhabe. Zuletzt wurde vermutet, bei ihm handele es sich eigentlich um einen Spion, als er in östliche Gebiete der Türkei reiste.

Mittlerweile könne er nur noch darüber lachen. „Es ist eine Kultur, die Verschwörungstheorien liebt. Wir machen Witze darüber. Diese Theorien wurden normalerweise in Cafés besprochen, jetzt zirkulieren sie auf Twitter“, zitiert ihn die Hürriyet.

Auch in der vergangenen Woche war er gemeinsam mit dem britischen Botschafter in der türkischen Provinz Malatya. Schnell sollen Gerüchte aufgekommen sein, was seine wahre Absicht sei. „Egal wo ich hingehe, sie fragen ‚Was macht der US-Botschafter hier? Er macht bereitet bestimmt Ärger vor’“, so Ricciardone.

Statt sich zu rechtfertigen, begegne er diesen Mutmaßungen nur noch mit Humor: „Ich sage dann: ‚Natürlich, bravo, woher wissen Sie das? Was ist Eure Quelle?‘ und lache’“.

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