Horror in der Türkei: Junge Frau wird von Freund angezündet und stirbt

In der Türkei hat sich in der vergangenen Woche eine Tragödie ereignet. Vermutlich im Zuge eines Streits hat ein junger Mann seine Freundin angezündet. Die Frau überlebte die Benzin-Attacke nicht.

Die schreckliche Tat trug sich bereits am vergangenen Donnerstag zu. Der 37-jährige Abdurrahman G. und seine Freundin Hülya B., gerade einmal 30 Jahre alt, waren eigentlich auf dem Weg von ihrem Zuhause in der Hauptstadt Ankara zu ihrem Urlaubsort Antalya. Als sie fast am Ziel angelangt waren, soll zwischen den beiden ein Streit entbrannt sein.

Die Meinungsverschiedenheit zwischen dem Paar, so berichtet die türkische Zeitung Zaman, sei schließlich eskaltiert. Der Mann griff zu einem Benzinkanister, den er im Kofferraum mitgeführt hatte, übergoss seine Lebensgefährtin damit und steckte sie schließlich in Brand.

Augenzeugen zufolge habe der Täter noch versucht die Flammen zu löschen. Dies sei ihm jedoch nicht gelungen. Auch Augenzeugen seien zum Tatort gerannt, um mit Feuerlöschern einzugreifen. Ein Krankenwagen beförderte das Opfer ins Akdeniz Universitätskrankenhaus und dann weiter ins staatliche Krankenhaus von İzmir. Doch trotz aller Bemühungen der Ärzte überlebte die junge Frau den Angriff nicht.

Der Täter wurde derweile auf die zuständige Polizeidienststelle verbracht. Ein Gericht in Antalya veranlasste schließlich Untersuchungshaft.

Bereits im April dieses Jahres forderte die Oppositionspartei CHP eine Untersuchungskommission zur Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen. Die Lage in der Türkei sei dramatisch. Die Gewaltrate gegen Frauen sei in den vergangenen Jahren sogar angestiegen. Demnach hätten sich die Gewaltdelikte gegen Frauen zwischen 2002 und 2009 um 1400 Prozent erhöht. Die Türkei sei unter den OECD-Ländern das Land mit der höchsten Gewaltrate gegen Frauen. Doch nicht nur Frauen leiden unter häuslicher Gewalt, sondern auch Männer. Derzeit stehen 45 von ihnen unter Polizeischutz (mehr hier).

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