Kriegsschiffe im Mittelmeer: Russland reagiert auf amerikanische und britische Präsenz

Die russische Marine verstärkt ihre Präsenz vor der syrischen Mittelmeerküste, um ihre Militärbasis in der Hafenstadt Tartus zu schützen. Derweil schickt Frankreich eine Luftabwehrfregatte zur Unterstützung der westlichen Allianz gegen Assad in das östliche Mittelmeer.

Die russische Marine unterhält seit 1971 einen Stützpunkt an der Levante. Es ist der einzige Militärhafen Russlands im gesamten Mittelmeer. (Foto:Flickr/ Official U.S. Navy Imagery)

Nach Angaben der russischen Marine wurden ein Raketenkreuzer namens „Moskwa“ und ein U-Boot-Abwehrschiff vor der syrischen Küste in Stellung gebracht. Offizieller Grund für die Maßnahme sei der Schutz der russischen Militärbasis in der syrischen Stadt Tartus.

Als sich am Sonntag bereits eine Intervention der USA und Großbritanniens abzeichnete, prognostizierte der frühere russische Generaloberst und Militärexperte Leonid Iwaschow eine notwendige Reaktion der russischen Armee (mehr hier).

Die USA, Großbritannien und Frankreich postieren seit Beginn der Woche ihre Streitkräfte im östlichen Mittelmeer, sodass eine Intervention sehr wahrscheinlich erscheint. Fünf mit Tomahawk-Raketen bestückte Zerstörer der USA, ein Kampf-U-Boot und sechs Kampfjets des Typs Eurofighter Typhoon der britischen Armee stehen für die geplante Kurzintervention im Mittelmeer bereit. Die französische Marine schickt gerade ihre technisch hochwertigste Luftabwehrfregatte vor die syrische Küste. Sie soll potentielle Angriffe der syrischen Luftwaffe gegen westliche Kriegsschiffe abwehren, schreibt die französische Le Point. Die russische Führung betonte mehrmals, dass sie sich an Kampfhandlungen in Syrien nicht beteiligen werde und einen Einsatz ohne UN-Mandat als massiven Bruch des internationalen Rechts ansieht, so Sky News.

Das erklärte Ziel der westlichen Intervention besteht darin, die syrische Regierung für den noch unaufgeklärten Giftgaseinsatz in Damaskus zu bestrafen und vor einer Wiederholung abzuschrecken. Dazu sollen militärisch relevante Ziele angegriffen werden. Der Einsatz von Bodentruppen gilt als ausgeschlossen.

Unterdessen fordert die russische Regierung die westlichen Staaten auf, die Untersuchungen der UN-Inspektoren auf weitere vermeintliche Ziele von Giftgasattacken auszuweiten. „Neben dem Vorort von Damaskus müssen auch drei weitere Orte, so Khan al-Assal (in der Nähe von Aleppo), inspiziert werden“, lautet ein Kommentar des Sprechers des russischen Außenministeriums, so Ria Novosti.

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