Ende der Legalität: Ägypten will Muslimbrüder verbieten

Die neue ägyptische Regierung soll angeblich den NGO-Status der Muslimbrüder aufheben wollen. Schon in wenigen Tagen soll das offiziell verkündet werden. Die Regierung sagt, eine endgültige Entscheidung sei noch nicht getroffen worden.

Der Verlust des NGO-Status würde die Muslimbrüder in die Illegalität abdrängen. Genau das soll die vom Militär gestützte Regierung angeblich vorhaben. Erst im März hatten sich die Muslimbrüder als NGO registriert, um sich abzusichern. Noch davor wurde die Legalität der Gruppe gerichtlich hinterfragt.

Innerhalb nur weniger „Tage“ wolle das Ministerium für Soziale Solidarität die Auflösung der Bewegung als NGO bekannt geben, zitierte die staatliche Zeitung Al-Akhnar einen Ministeriumssprecher.

Regierungssprecher Sherif Shawki dementierte den Bericht. Das Ministerium sei in dem Fall noch zu keiner Entscheidung gekommen und könne deshalb auch nichts dergleichen bekannt geben, sagt er BBC.

Die aktuelle Regierung geht jedoch auch ohne ein Verbot der Muslimbrüder massiv gegen die Bewegung vor. Dutzende Mitglieder wurden festgenommen, Proteste gewaltsam niedergeschlagen (mehr hier und hier). Ein Ende der Zusammenstöße ist noch nicht in Sicht.

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