Kriegs-Vorbereitungen: Türkische Allrad-Besitzer im Visier der Regierung

Das Büro des türkischen Premierministers soll sich an alle wichtigen Hilfs-Organisationen des Landes gewandt haben. Diese wurden offenbar aufgefordert, Maßnahmen im Falle eines Notfalls im Zusammenhang mit der Syrien-Krise zu ergreifen. Besonders im Blick der Regierung sollen aber auch bestimmte private Autobesitzer sein.

In Anbetracht eines möglichen Notfalls im Zusammenhang mit der Syrienkrise soll die türkische Regierung nicht nur hiesige Hilfsorganisationen aktiviert haben. Angeblich soll das türkische Verteidigungsministerium Daten aller privaten Allrad-Besitzer des Landes von den zuständigen Provinzdirektionen erhalten.

Wie es von Seiten des Türkischen Grünen Halbmonds (Kızılay) heißt, sei ihnen vom Büro des Ministerpräsidenten mitgeteilt worden, dass ein Truppe bestehend aus gut 3000 Personen als Notfall-Interventions-Team für eine mögliche Mobilisierung zur Verfügung stehen sollte. Daneben soll damit begonnen worden sein, alle Fahrzeuge mit Allrad-Antrieb aufzulisten, berichtet die türkische Zeitung Hürriyet.

In einer Notfallsituation sollen diese Fahrzeuge demnach dann dem Staat unterstellt werden. Die von der Polizei ausgewählten Fahrzeughalter würden auf die jeweilige Wache bestellt, um ein entsprechendes Papier zu unterzeichnen.

Auch der türkische Katastrophenschutz (AFAD) ist bereits in Alarmbereitschaft (mehr hier). Ein Expertenteam befindet sich derzeit schon an der türkisch-syrischen Grenze. Neben der Untersuchung der Gegend auf eine potentielle Nutzung chemischer, biologischer, radioaktiver und nuklearer Waffen stehen die Vorbereitungen für einen möglichen Massenansturm syrischer Flüchtlinge im Falle einer Militärintervention im Vordergrund. Es gelte, ein mögliches Chaos in der Region zu verhindern.

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