Syrien: Iran und Russland wollen Transfer von C-Waffen aushandeln

Auslieferung der C-Waffen an Russland, ein schrittweise durchgeführter „demokratischer Machtwechsel“ - das soll ein Aktionsplan des Iran, Syriens und Russlands beinhalten. Die Verhandlungen sollen eine Syrien-Intervention verhindern.

Der Iran und Russland sollen gemeinsam mit Syrien eine diplomatische Lösung für den Syrien-Konflikt suchen. Ein „demokratischer Machtwechsel“ sowie ein Transfer der syrischen Chemieaffen an Russland soll am Montag besprochen werden.

Die Syrien-Verbündeten arbeiten angeblich einen Vorschlag aus, der einen Militärschlag verhindern soll. Ala Al-Din Boroujerdi, Mitglied des parlamentarischen Komitees für Nationale Sicherheit und Außenpolitik und syrische Regierungsvertreter sollen bereits in der vergangenen Woche über die Inhalte verhandelt haben. Ein Rücktritt Assads und vorgezogene Wahlen, wie ursprünglich geplant, stehen nun nicht mehr zur Debatte.

Der nächste Schritt sei für Montag geplant: Der syrische Außenminister werde den Aktionsplan Putin vorlegen. Ein vorheriger Versuch einen solchen Plan mit Syrien auszuarbeiten, ist den Angaben der Haaretz zufolge bereits gescheitert. In diesem war offenbar noch von vorgezogenen Wahlen die Rede. Assad hätte nicht mehr antreten dürfen.

Nun sei nur noch die Rede von einem schrittweise durchgeführten „demokratischen Transfer“ der Macht. Auch der Vorwurf der Nutzung von C-Waffen werde Teil des Gespräches mit Putin sein. Um diesen aus dem Weg zu räumen, sei Syrien bereit, vorhandene C-Waffen aus dem Land zu räumen. Russland komme als Ziel für die Waffen in Frage.

Auch ein Transport von Scud-Raketen und anderen Waffen nach Russland stehe inoffiziellen Berichten zufolge im Raum. Diese sollen offenbar dazu dienen, Syrien im Fall eines Krieges zu verteidigen.

In Anbetracht des drohenden Angriffs durch die USA ist mittlerweile auch der Iran von seiner ursprünglichen Haltung abgewichen. „Wir glauben, dass die syrische Regierung schwere Fehler begangen hat“, so der iranische Außenminister Mohammad Javad Zarif. Zudem steigt nun auch die Gefahr eines Flächenbrands, der auf den Iran übergreifen könnte.

Während Obama derzeit in TV-Interviews für einen Einsatz wirbt, will Russland genau das verhindern. Den G20-Gipfel nutzte Putin, um einen Militärschlag abzuwenden (mehr hier).

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