Syrien stimmt Abgabe von Chemie-Waffen zu

Moskau will Syrien dazu überreden, seine Chemiewaffen abzugeben und unter internationale Kontrolle zu stellen. Doch Überzeugungsarbeit ist offenbar gar nicht mehr nötig. Der syrische Außenminister hat bereits zugestimmt.

Sergey Lavrov, Außenminister Russlands, will Syrien dazu überreden, ihre chemischen Waffen an einem zentralen Ort zu lagern und unter internationale Aufsicht zu stellen. Danach sollten die Waffen zerstört werden, berichtet USA Today.

Wenn dieser Schritt Syriens dabei helfen werde, einen möglichen US-Militärschlag in der Region zu verhindern, werde Russland „sofort“ damit beginnen, Syrien davon zu überzeugen, die Kontrolle über sein chemisches Waffenarsenal aufzugeben, sagte Lavrov.

Der syrische Außenminister hat bereits auf die Aufforderung Russlands reagiert. „Wir begrüßen die russische Initiative für die Abschaffung chemischer Waffen, um den Schutz unserer Bevölkerung und unseres Landes zu sichern”, berichtet der Telegraph. Mit dem Iran und Russland soll bereits ein solcher Vorschlag inoffiziell verhandelt worden sein (mehr hier).

Die Ankündigung kommt unmittelbar nach einem Ultimatum der USA an Syrien. Ein Militärschlag könne verhindert werden, sollte Syrien seine chemischen Waffen binnen einer Woche aushändigen, sagte US-Außenminister John Kerry (mehr hier).

Lavrov pocht auf eine schnelle Rückkehr der UN-Inspektoren nach Syrien. Die syrische Führung sei bereit dazu, im vollen Umfang mit Russland zu kooperieren, um „jegliche Grundlage für eine Aggression zu vermeiden“. Ein Angriff der USA auf Syrien sei das Ende aller friedlichen Verhandlungen, so Lavrov.

Präsident Obama hat keine klare Mehrheit für einen Militäreinsatz gegen Syrien, hat seine Lobby-Versuche aber noch nicht aufgegeben und plant einen weitaus größeren Anschlag, als bisher angenommen. Indes formte sich auf dem Gipfel der zwanzig größten Wirtschaftsnationen in St. Petersburg eine Allianz einzelner Staaten gegen eine US-Intervention.

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