Ende der Erfolgsstory? Türkischer Transplantations-Chirurg wehrt sich gegen Betrugsvorwürfe

Der türkischen Transplantations-Koryphäe Professor Ömer Özkan wird vorgeworfen ein Betrüger zu sein. Er soll neben seiner Tätigkeit im öffentlichen Krankenhaus private Behandlungen durchführen. Das ist in der Türkei gesetzlich verboten. Die Polizei dementiert, dass eine Untersuchung laufe.

Der durch die erste erfolgreiche Gesichstransplantation bekannt gewordene Professor Ömer Özkan soll ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten sein. Ihm und 35 anderen Spezialisten wird vorgeworfen, neben ihrer Tätigkeit in der Universitätsklinik in Antalya, auf eigene Rechnung zu arbeiten. Ein solches Vorgehen würde gegen ein Gesetz verstoßen, das es verbietet, als Vollzeit-Angestellter im staatlichen Dienst privaten Nebentätigkeiten nachzugehen. Özkan sowie diePolizei, dementieren die Gerüchte allerdings.

Unterschiedliche Berichte sprechen von der Einleitung einer Untersuchung der Staatsanwaltschaft von Antalya. Die Polizei von Antalya jedoch erklärt, dass es keine Untersuchung gebe, so Zaman. Vieles spricht dafür, dass ein anonymer Denunziant dem Arzt und seinen Kollegen sprichwörtlich eines auswischen wollte.

Schon drei Gesichtstransplantationen hat der plastische Chirurg geleitet (mehr hier). Jetzt wird ihm Betrug zur Last gelegt, doch auf einer Pressekonferenz vom Dienstag weist er alle Vorwürfe von sich. „Die Gerüchte sind alle erlogen. Über so etwas lache ich. Ich jedenfalls bin nicht über eine Untersuchung informiert worden und werde rechtliche Schritte gegen denjenigen einleiten, der so etwas verbreitet“, zitiert die Zaman den Mediziner.

Nicht nur die erste Gesichtstransplantation (mehr hier), sondern auch die erste Transplantation einer Gebärmutter gehen auf das Konto von Özkan (mehr hier). Ob die vermeintlich haltlosen Vorwürfe seinem Ruf nachhaltig schaden, wird sich zeigen.

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