Russland: Bei Angriff auf Syrien kann der Iran mit Waffen beliefert werden

Waffenlieferungen an den Iran sowie neue Konditionen für Transitwege durch Russland könnten als neues Druckmittel gegen die USA verwendet werden. Das forderten Teile der Duma. So solle ein Militärschlag verhindert werden und Russland den eigenen Chemiewaffen-Deal durchsetzen.

Russland will offenbar die Lieferung von S-300-Raketensystemen an den Iran wieder aufnehmen. Im Falle eines US-Militärschlags könnten die Lieferungen zusätzlich erhöht werden, das fordern Teile des Parlaments. Damit hat Russland ein neues Druckmittel gegen die USA in der Hand.

Die Annäherung zwischen Russland und dem Iran wird als direkte Folge der schlechten Beziehungen zur USA gewertet. Wenn die USA einen Militärschlag gegen Syrien durchziehen, könne Russland die Lieferungen wieder aufnehmen und zusätzlich die Konditionen für Transitwege des US-Militärs durch Russland ändern. Das US-Militär erhält seinen militärischen und logistischen Nachschub für Afghanistan über Militärbasen im postsowjetischen Staaten Zentralasiens.

„Wir haben eine Flugbasis in Kirgisistan, um Nachschub -hauptsächlich Nahrung und leichtes militärisches Gerät – für die US-Soldaten in Afghanistan bereitzustellen. Russland hat dort einen so großen Einfluss, dass sie drohten den Kirgisen mehr Geld für die Militärbasis zu geben und damit einen sehr wichtigen Nachschubweg abzuschneiden„, sagt ein ranghoher US-Militärberater, so Global Research.

US-Stützpunkte und Botschaften in der Nahost-Region befänden sich im Falle eines Militärschlags gegen Syrien in ernsthafter Gefahr. Russland hoffe, dass Obama dem russischen Chemiewaffen-Deal mit Syrien zustimme, zitiert die Times of Israel Alexei Pushkov, den Vorsitzenden für Auswärtige Angelegenheiten der Duma. Die Kommunistische Partei Russlands forderte am Mittwoch, die Lieferungen an den Iran aufzunehmen, zu erhöhen und die Konditionen für Transitwege über Russland zu überdenken.

Beobachtern zufolge habe Russland bisher aus einem bestimmten Grund keine Raketensysteme an den Iran oder Syrien geliefert. Israel hatte angekündigt diese sofort zu zerstören. Das wiederum könnte potenzielle Käufer abschrecken.

Ursprünglich wurde der Deal über s-300-Raketensystem sowie den Bau eines Reaktors schon 2007 beschlossen worden. Die Sanktionen gegen den Iran brachten die Lieferungen ab 2010 allerdings zum Erliegen. Schon am kommenden Wochenende sollen weitere Einzelheiten zur Wiederaufnahme des Deals besprochen werden.

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